Wichtiger Feldvogelschutz im Ökolandbau

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André Maslo (links) und Öko-Landwirt Hans Jürgen Mohl im Gespräch im Rahmen der Exkursion.
André Maslo (links) und Öko-Landwirt Hans Jürgen Mohl im Gespräch im Rahmen der Exkursion.
Nastvogel/Landratsamt Bamberg

Wie Öko-Landwirtschaft aktiv zum Schutz bedrohter Feldvogelarten beitragen kann, stand in den vergangenen Wochen im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe der Öko-Modellregion Bamberger Land, die auf ein Förderprojekt des Bundes für Umwelt und Naturschutz , Kreisgruppe Bamberg zurückgeht.

In einem Theorie-Teil sowie einer anschließenden Praxis-Exkursion wurden verschiedene Maßnahmen zum Feldvogelschutz diskutiert.

Den Auftakt bildete im April eine Fachveranstaltung in der Abtei Kirchschletten. Referent André Maslo von der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken gab einen Überblick über die aktuelle Situation typischer Feldvogelarten wie Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitz. Gleichzeitig stellte er praxisgerechte Maßnahmen vor, mit denen landwirtschaftliche Betriebe Lebensräume für Feldvögel erhalten und verbessern können. Dazu zählen unter anderem strukturreiche Feldränder, angepasste Bewirtschaftungszeitpunkte oder gezielt angelegte Rückzugsräume auf den Feldern.

Bei der darauf aufbauenden Praxis-Exkursion Ende Mai im Frensdorfer Gemeindeteil Abtsdorf konnten diese Inhalte direkt auf landwirtschaftlichen Flächen vertieft werden. Gemeinsam mit einer Gruppe von Öko-Landwirtinnen und Öko-Landwirten wurden verschiedene Flächen besichtigt sowie Erfahrungen und Beobachtungen ausgetauscht. Besonders erfreulich war, dass auf den Flächen zahlreiche Vogelarten beobachtet werden konnten.

„Die Exkursion hat gezeigt, dass viele der vorgestellten Maßnahmen in der Praxis gut umsetzbar sind und bereits Wirkung entfalten. Gleichzeitig braucht es dafür auch mehr Verständnis und Wertschätzung aus der Gesellschaft für die Leistungen der Landwirtschaft im Naturschutz“, betont Patrick Nastvogel, Manager der Öko-Modellregion Bamberger Land. „Erfolgreicher Feldvogelschutz funktioniert nur, wenn alle mitmachen.“ Der direkte Austausch vor Ort zeigte zudem, dass viele Maßnahmen bereits mit vergleichsweise geringem Aufwand positive Effekte für Feldvögel und weitere Arten der Agrarlandschaft erzielen können.

Als essenziell für viele Arten, allen voran die Feldlerche, stellte sich beispielsweise eine Bewirtschaftungsruhe von Anfang April bis mindestens Ende Mai dar, um Gelege und Jungvögel zu schützen. Kann man nötige Arbeitsgänge also vor dem April erledigen, steigt die Überlebenschance des Vogelnachwuchses ganz erheblich.

Insgesamt wurde deutlich, wie wichtig gegenseitiges Verständnis und eine enge Zusammenarbeit für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft zum Schutz der Biodiversität sind. red