Zwischen Bayern und NBA
Den Traum von der NBA gab er dennoch nicht auf. 2021 gehörte er zum Kader der Sacramento Kings in der NBA Summer League, ehe er zur Saison 2021/22 in seine Geburtsstadt zurückkehrte und sich dem FC Bayern München anschloss. Dort blieb seine Rolle überschaubar: In 22 Bundesligaeinsätzen kam er in acht Minuten Spielzeit auf durchschnittlich 2,8 Punkte pro Partie.
Den Durchbruch auf Bundesliga-Niveau schaffte Obiesie anschließend im Trikot der Frankfurt Skyliners. In der Saison 2022/23 erzielte er im Schnitt 12,1 Punkte und gab 3,2 Assists. Er gehörte zu den Leistungsträgern der Hessen, den Abstieg seines Teams konnte er allerdings nicht verhindern.
Erneut führte ihn sein Weg dann in die USA. 2023 erhielt Obiesie einen Vertrag der Houston Rockets für die Saisonvorbereitung, konnte sich jedoch keinen Platz im endgültigen NBA-Kader sichern. Stattdessen wechselte er zu den Rio Grande Valley Vipers in die G-League, die Entwicklungsliga der NBA.
Zurück nach Europa
Im April 2024 zog es ihn nach Europa zurück: Beim französischen Erstligisten JDA Dijon überzeugte er im FIBA Europe Cup mit durchschnittlich mehr als zwölf Punkten pro Spiel. Wenige Monate später folgte der Wechsel zum griechischen Topklub AEK Athen. Dort konnte er sich keine größere Rolle erarbeiten.
Zur vergangenen Saison kehrte Obiesie nach Deutschland zurück und unterschrieb bei den Basketball Löwen Braunschweig einen Zweijahresvertrag. Mit den Niedersachsen landete er zwar auf dem vorletzten Tabellenplatz der Bundesliga, durch eine Wildcard blieb der Verein jedoch erstklassig. Seinen heutigen Trainer in Bamberg, Jesus Ramirez verpasste Obiesie nur knapp: Ramirez hatte Braunschweig nach der Saison 2024/25 verlassen.
In der abgelaufenen Spielzeit bestritt Obiesie 28 Bundesligaspiele, stand sechsmal in der Startformation und kam auf durchschnittlich 8,4 Punkte, 2,5 Rebounds und 1,5 Assists. Dabei traf er 48,6 Prozent seiner Zweipunktewürfe und 30,2 Prozent seiner Dreier.
Flexibel auf drei Positionen
Mit seinen 1,98 Metern bringt Obiesie eine für einen Spielmacher außergewöhnliche Größe mit, die es ihm ermöglicht, das Spiel zu überblicken und defensive Strukturen frühzeitig zu erkennen. Er kann nicht nur die Point-Guard-Position bekleiden, sondern auch auf den Positionen zwei und drei eingesetzt werden.
Als einer der wenigen Linkshänder der Basketball-Bundesliga verfügt er über ein etwas anderes Profil als viele seiner Konkurrenten. Zudem bringt er die Erfahrung aus mittlerweile 139 Bundesligaspielen mit zu den Bambergern.