Auch bei leichten Minustemperaturen ist das Joggen oder Walken im Freien nicht schädlich für den Organismus. Zusätzlich zu einem bei jeder Temperatur wichtigen Aufwärmprogramm für die Muskeln sollten beim Laufen in der Kälte aber einige besondere Punkte beachtet werden.

Das Wichtigste beim Kaltluft-Joggen ist die Kleidung: Geeignete Funktionswäsche verhindert Verdunstungskälte und speichert gleichzeitig die produzierte Wärme nach Innen. Die Johanniter raten in den dunklen Wintermonaten außerdem zu heller Kleidung, die reflektiert oder mit „Katzenaugen“ versehen sind.

Kein Sport bei Krankheit

Zum Schutz der Stirnhöhle und des Kopfes empfehlen sie, ein Stirnband oder eine Mütze zu tragen. Bei Fitness-Sport im Winter sollte zudem möglichst durch die Nase eingeatmet werden. So wird die kalte Luft angewärmt. Wer Probleme mit der Nasenatmung hat, kann alternativ einen Schal locker um den Mund wickeln.

Bei Erkältung, Grippe, Fieber oder Antibiotika-Einnahme darf auf keinen Fall trainiert werden, sonst droht eine gefährliche Herzmuskelentzündung.

Auch der Stoffwechsel wird in der kalten Jahreszeit anders gefordert als im Sommer. Bei null Grad oder Minustemperaturen verbraucht der Körper mehr Energie. Die Johanniter raten deshalb zu einer sport- und wintergerechten Ernährung mit vielen Kohlenhydraten, wenig Eiweiß, gemäßigt Fett und viel Gemüse .

Die letzte Mahlzeit vor dem Sport sollte etwa drei Stunden zurückliegen. Denn mit einem vollen Magen joggt es sich nicht gut. Nach dem Sport ist darauf zu achten, viel Flüssigkeit zu sich nehmen. red