Die EU hat mit ihrer neuen Verordnung ein Verbot für allerhand übliche Verpackungen in Restaurants und Hotels erlassen. Gäste müssen sich künftig stark umstellen.
Die EU verbietet mit der neuen Verpackungsverordnung (PPWR) ab dem 1. Januar 2030 Einwegverpackungen aus Kunststoff, die nur eine einzelne Portion enthalten – dazu zählen Ketchup-Packungen, Sojasoßentüten und ähnliche Portionsverpackungen, wie sie häufig in der Gastronomie genutzt werden. Das betrifft etwa die kleinen Tütchen und Schälchen, die zu Pommes, Sushi oder Kaffee gereicht werden. Ziel ist es, den Verpackungsmüll drastisch zu reduzieren und nachhaltigere Mehrwegsysteme zu fördern, wie die Tagesschau berichtet.
Auf jeden EU-Bürger kommen laut dem Bericht Bürgerin pro Jahr durchschnittlich 190 Kilogramm Verpackungsmüll. Die Deutschen produzieren sogar noch mehr des Abfalls, heißt es. In der Bundesrepublik fallen pro Einwohnerin und Einwohner jährlich im Durchschnitt etwa 225 Kilogramm an Verpackungsabfall an, so die Zahlen. Auch bestimmten Plastikflaschen geht es nach der neuen PPWR an den Kragen- Kunden müssen sich umstellen.
EU-Verbot von Mayo-Packungen und Kaffeemilchschalen - das sind die Ausnahmen
Beim Außer-Haus-Essen (Take-away) sieht die neue EU-Verpackungsverordnung Ausnahmen vor. Das Verbot von Einweg-Kunststoff-Portionsverpackungen wie Ketchup- oder Sojasoßentütchen gilt in erster Linie für den Verzehr vor Ort in Restaurants und Cafés. Wenn Speisen und Getränke mitgenommen werden, dürfen solche Einzelportionen weiterhin ausgegeben werden, schreiben die Verbraucherexperten von Chip. Das bedeutet, dass Kundinnen und Kunden beim Mitnehmen von Speisen nach Hause oder ins Büro auch nach 2030 noch Ketchup- oder Soja-Portionspackungen erhalten können.
Die Regelung zielt darauf ab, vor allem den Müll bei Vor-Ort-Verzehr zu reduzieren, da dort Mehrweg-Alternativen leichter umsetzbar sind. Für den Take-away-Bereich bleibt die Einweg-Portionsverpackung aus Kunststoff also weiterhin erlaubt, um Hygiene- und Praktikabilitätsanforderungen zu erfüllen. Hotels und Restaurants müssen ab 2030 Alternativen zu Einweg-Kunststoff-Portionsverpackungen anbieten. Hier sind mögliche Alternativen:
Wiederbefüllbare Spender
Statt einzelner Tütchen oder Schälchen können Ketchup, Senf, Mayonnaise oder Sojasoße in Spendern angeboten werden, aus denen sich die Gäste selbst bedienen. Diese Spender sind wiederverwendbar und können regelmäßig gereinigt und nachgefüllt werden. Das ist in vielen Kantinen und auch bei Hotelbuffets bereits üblich.
Portionsschälchen aus Mehrwegmaterial
Gastronomiebetriebe können kleine Schalen aus Porzellan, Glas, Edelstahl oder spülmaschinenfestem Kunststoff verwenden, die nach Gebrauch gereinigt und erneut genutzt werden. Gerade bei Vor-Ort-Verzehr ist dies eine praktikable, hygienische Lösung.
Großverpackungen
Größere Verpackungen oder Flaschen, aus denen das Personal auf Wunsch kleine Mengen abfüllt (zum Beispiel direkt auf den Teller oder in ein kleines Gefäß), sind eine weitere Option.
Innovative Mehrwegsysteme
Es gibt Pilotprojekte, bei denen Gäste Mehrwegbehälter für Saucen leihen können – ähnlich wie bei Mehrwegboxen für Speisen. Nach Gebrauch werden diese Behälter zurückgegeben und professionell gereinigt.
Verzicht auf Einzelportionen
Restaurants könnten dazu übergehen, Saucen und Gewürze direkt auf den Tisch zu stellen, sodass die Gäste je nach Bedarf selbst nehmen. Das gilt vor allem für klassische Restaurants, weniger für Schnellimbisse.
Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.