"Unerwartet verstorben": Uni Bamberg trauert um Professorin

1 Min
Uni Bamberg trauert um Professorin - "unerwartet verstorben"
Universitätsbibliothek am Bamberger Kranen (Archivbild). Die Professorin Elisabeth von Erdmann war bis 2022 Inhaberin des Lehrstuhls für Slavische Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg.
Universitätsbibliothek am Kranen in Bamberg im Winter
pixelspirale (Adobe Stock) / Bearbeitung: inFranken.de

Die Universität Bamberg nimmt Abschied von einer langjährigen Professorin. Die Hochschule werde der Wissenschaftlerin "ein ehrendes Gedenken bewahren", heißt es in einem Nachruf.

Bis zu ihrem Ruhestand 2022 hatte Professorin Elisabeth von Erdmann den Lehrstuhl für Slavische Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg inne. Die Einrichtung hat am Sonntag (8. Februar 2026) in den sozialen Medien den Tod der Professorin verkündet.

Bereits am 30. Januar 2026 sei die gebürtige Frankfurterin "im Alter von 69 Jahren unerwartet verstorben". Mit von Erdmann gehe für die Universität eine hochgeschätzte WIssenschaftlerin, Kollegin und akademische Persönlichkeit von internationalem Ansehen verloren, hält die Hochschule in einem Nachruf fest. 

"Ehrendes Gedenken": Bamberger Uni-Professorin plötzlich verstorben

Elisabeth von Erdmann studierte in Bonn und Freiburg im Breisgau sowie in Zagreb. 1986 wurde sie an der Universität Freiburg promoviert, 1994 habilitierte sie sich schließlich an der Universität Bamberg, wird im Nachruf erklärt. Von 2005 bis zu ihrer Eremitierung im Jahr 2022 war sie Inhaberin des Lehrstuhls für Slavische Literatur an der Uni Bamberg. "In dieser Funktion prägte sie das Fach über viele Jahre hinweg maßgeblich in Forschung, Lehre und akademischer Selbstverwaltung", so die Einrichtung.

Ihre Forschungsschwerpunkte lagen auf der russischen, ukrainischen und kroatischen Literatur- und Kulturgeschichte sowie der Kroatistik. Die Sichtbarkeit letzterer stärkte sie im deutschsprachigen Raum laut dem Nachruf nachhaltig. Zwischen 2007 und 2018 war sie die erste Vorsitzende der von ihr mitbegründeten Deutschen Gesellschaft für Kroatistik. Seit 1998 war sie korrespondierendes Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste und wurde unter anderem mit dem Kroatischen Kulturpreis (INA-Preis) ausgezeichnet.

Neben ihren akademischen Tätigkeiten engagierte sich von Erdmann in der Lehre sowie in der Betreuung von Studierenden und wissenschaftlichem Nachwuchs. Die Universität Bamberg bezeichnete Elisabeth von Erdmann als eine Wissenschaftlerin von internationalem Ansehen und spricht ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Die Hochschule werde der Wissenschaftlerin "ein ehrendes Gedenken bewahren". Weitere Nachrichten aus Bamberg und der Umgebung liest du in unserem Lokalressort.

 

Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen