Wurde dein Handy gehackt? Geheimer Test bringt Klarheit - Gefahren abwenden

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Hacker haben es auf Handys abgesehen.
Mit einem simplen Test erfährst du, ob du von bestimmten Formen betroffen bist.
Hacker haben es auf Handys abgesehen.
Adobe Stock/1689290605/Muhammad Adnan

Millionen Handys sind gehackt - oft ohne dass die Besitzer es merken. Ein simpler Test zeigt, ob du betroffen bist.

Smartphones sind heute ständige Begleiter - und damit auch ein attraktives Ziel für Hacker und Spione. Wer unbefugt Zugriff auf ein fremdes Gerät erlangt, kann Anrufe mitlesen, Nachrichten abfangen und den Standort des Opfers verfolgen. Viele merken überhaupt nicht, dass sie gehackt wurden, warnt der Cybersicherheitskonzern Kaspersky.

Wie gefährlich die Lage ist, zeigen aktuelle Zahlen: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 18,6 bis 20 Millionen Online-Konten gehackt - das entspricht etwa einem Viertel der Bevölkerung, wie eine Analyse des Sicherheitsanbieters Surfshark zeigt. Deutschland liegt damit weltweit auf Platz 4 der am häufigsten betroffenen Länder. Laut dem Cybersicherheitsbericht des Anbieters Zimperium war 2025 auf fast 18,1 Prozent aller Smartphones weltweit Schadsoftware installiert - egal ob iPhone oder Android.

Mit diesen Geheimcodes prüfst du, ob dein Handy ausspioniert wird

Wer wissen will, ob das eigene Smartphone manipuliert wurde, kann sogenannte USSD-Codes nutzen. USSD steht für "Unstructured Supplementary Service Data" - die Codes werden direkt über die Telefon-App eingegeben, wie eine normale Telefonnummer, und dann wie ein Anruf gestartet, wie der Sicherheitsanbieter Norton erklärt.

Sie decken vor allem Manipulationen bei Anrufweiterleitungen auf. Zeigt ein Code eine unbekannte Weiterleitung an, kann das ein Hinweis auf eine Manipulation sein. Sie sind nur ein Teil der nützlichen Zahlencodes, die geheime Funktionen deines Handys freischalten:

  • *#21# – Zeigt an, ob Anrufe oder SMS heimlich weitergeleitet werden.
  • ##21# – Deaktiviert aktive Weiterleitungen sofort.
  • *#67# – Prüft Weiterleitungen, die nur aktiv sind, wenn du nicht erreichbar bist. Achtung: Hier tauchen auch reguläre Voicemail-Weiterleitungen auf.
  • ##67# – Deaktiviert Weiterleitungen bei Nicht-Erreichbarkeit.
  • ##002# – Schaltet alle Weiterleitungen auf einmal ab.
  • *#004# – Zeigt Infos zu Weiterleitungen bei besetzter Leitung.
  • ##004# – Deaktiviert diese Weiterleitungen.
  • *#33# – Öffnet Einstellungen zur Anrufsperre, um etwa Spam-Anrufer zu blockieren.
  • *#06# – Zeigt die eindeutige IMEI-Nummer deines Handys an. Die IMEI ist eine weltweit einmalige 15-stellige Seriennummer, über die jedes Mobilgerät eindeutig identifiziert werden kann.

Akku leer, Handy heiß: Diese Warnsignale solltest du ernst nehmen

Die USSD-Codes sind ein erster Anhaltspunkt - aber kein Allheilmittel. Moderne Spionagesoftware, sogenannte Stalkerware, bleibt oft unsichtbar und lässt sich damit nicht aufspüren, wie die Polizeiliche Kriminalprävention warnt. Bei Stalkerware handele es sich um Tools, Apps und Programme, die es jemandem ermöglichen, das Privatleben einer anderen Person über deren Mobilgerät heimlich auszuspionieren - oft ohne jedes Wissen des Opfers.

Zu Warnsignalen, die auf ein gehacktes Smartphone hindeuten können, zählen laut dem Sicherheitsanbieter Norton ein plötzlich schnell leerer Akku, ein ungewöhnlich heißes Gerät sowie ein stark gestiegener Datenverbrauch. Auch unbekannte Apps, die plötzlich auf dem Gerät auftauchen, sind ein Alarmzeichen. Es gibt noch weitere Warnzeichen, die darauf hindeuten, dass dein Handy überwacht wird.

Wer eines dieser Anzeichen bemerkt, sollte zunächst alle wichtigen Passwörter ändern, da diese möglicherweise mitgelesen wurden. Zudem empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), ein aktuelles Antivirus-Programm zu installieren und das Gerät damit vollständig zu scannen. Im schlimmsten Fall hilft nur noch ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.

So schützt du dein Handy dauerhaft vor Hackern

Der beste Schutz vor Hackerangriffen beginnt mit regelmäßigen Updates. Hacker nutzen Sicherheitslücken in veralteten Betriebssystemen und Apps gezielt aus, um an Daten zu gelangen - wer Updates konsequent einspielt, schließt diese Einfallstore, wie der Sicherheitsanbieter F-Secure erklärt. Gleiches gilt für Apps: Nur aus offiziellen Stores wie dem Google Play Store oder dem Apple App Store herunterladen, rät F-Secure.

Öffentliche WLAN-Netzwerke sind ein weiteres Risiko. Hacker können sich in ungesicherten Netzwerken zwischen das Gerät und den Zugangspunkt schalten und so den gesamten Datenverkehr mitlesen, warnt das BSI. Wer unterwegs trotzdem auf öffentliches WLAN angewiesen ist, solle ein VPN nutzen - ein virtuelles privates Netzwerk verschlüsselt den Datenverkehr und schützt so vor neugierigen Blicken.

Zusätzlich empfiehlt das BSI die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle wichtigen Konten. Dabei reicht ein Passwort allein nicht mehr zur Anmeldung - ein zweiter Faktor, etwa ein Code auf dem Handy, wird zusätzlich verlangt. Selbst wenn ein Passwort gestohlen wird, bleibt das Konto so geschützt. Wer noch mehr über den Geheimdienst-Trick erfahren möchte, mit dem du dein Handy in nur fünf Minuten besser schützt, wird ebenfalls fündig.

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