Ehrengast hält einen bewegenden Vortrag

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Der Festausschuss mit (v. l.) Sonja Göbel, Maria Helmreich, Geo Seelmann, Gerhard Senger, Stefan Amon, Robert Fischer, Nikolaus Kunzelmann und Simone Först (es fehlen: Stephan Metzner, Franz Hennemann, Ludwig Hennemann und Thomas Hennemann).
Der Festausschuss mit (v. l.) Sonja Göbel, Maria Helmreich, Geo Seelmann, Gerhard Senger, Stefan Amon, Robert Fischer, Nikolaus Kunzelmann und Simone Först (es fehlen: Stephan Metzner, Franz Hennemann, Ludwig Hennemann und Thomas Hennemann).
Soldaten- und Kameradschaftsverein Oberleiterbach

Der Soldaten- und Kameradschaftsverein Oberleiterbach lud kürzlich seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung ein. Viele folgten der Einladung ihres Vorstands ins Gemeinschaftshaus Oberleiterbach .

Die Einladung hatte bereits mitgeteilt, dass an diesem Abend ein Ehrengast anwesend sein wird: Robert Fischer , der Schirmherr der Feier anlässlich des 100-jährigen Bestehens des SKV Oberleiterbach .

Vorsitzender Gerhard Senger begrüßte alle Anwesenden und führte durch die Tagesordnung. Besonders begrüßte er den Ehrenvorsitzenden und die Ehrenmitglieder und stellte dann den Ehrengast vor: Schirmherr Robert Fischer , der seit 2007 Bezirksgeschäftsführer des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist.

Gerhard Senger konnte in seinem Jahresrückblick viele Aktivitäten des SKV schildern. Der Verein stehe finanziell gut da und blicke im Jahr 2026 auf sein 100-jähriges Bestehen zurück.

Der Punkt Neuwahlen konnte rasch abgehandelt werden, weil alle Mitglieder aufgrund des 100-jährigen Bestehens und der damit verbundenen Festvorbereitungen dafür stimmten, die Wahl auf nächstes Jahr zu verschieben und den aktuellen Vorstand beizubehalten.

Im Tagesordnungspunkt „100-jähriges Bestehen“ teilte Vorsitzender Senger den Anwesenden dann mit, was der Festausschuss bisher schon geplant hat.

Am 6. Juni wird eine Kranzniederlegung am Ehrenmal stattfinden. Im Anschluss folgt im Gemeinschaftshaus der Festkommers mit Ehrungen.

Die Festtage finden am 20. und 21. Juni statt. Am Samstag unterhalten „die Stadelhofener“ bei freiem Eintritt ab 20 Uhr die Gäste. Der Sonntag beginnt um 8.30 Uhr mit einer Fahnenparade zum Festzelt. Dort wird Pfarrer Jannek um 9 Uhr einen Festgottesdienst halten.

Musikalisch begleiten wird hier die „Lädderbocher Blosmusik“, die auch beim anschließenden Weißwurstfrühschoppen aufspielen wird.

Um 13.30 Uhr wird ein Festumzug durch Oberleiterbach stattfinden. Im Zelt wird im Anschluss an die Festreden und Ansprachen der Musikverein Zapfendorf mit der Bayernhymne sowie der Nationalhymne den offiziellen Teil beenden.

Ab etwa 18 Uhr übernehmen die „Maascheißer“ aus Ebensfeld die musikalische Unterhaltung.

Nachdem Gerhard Senger mit seinen Ausführungen geendet hatte, hielt Robert Fischer einen Vortrag über die Tätigkeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge . Er gab den Anwesenden einen Einblick in dieses wichtige Wirken.

Der Verein finanziere sich zu 60 Prozent aus Spenden, 40 Prozent der Kosten bringe der Staat ein. Die Kriegsgräberfürsorge betreue 832 Friedhöfe, davon seien 2,8 Millionen Gräber im Ausland.

Fischer erläutert, dass bisher 200.000 Gefallene exhumiert worden seien. Die sterblichen Überreste wurden anschließend identifiziert, registriert und umgebettet.

Die Datenbank umfasse mittlerweile 4,5 Millionen Vermisste und Gefallene.

„Im Tod sind alle gleich. Egal welcher Herkunft, welchen Glaubens oder Dienstgrads“, teilt Fischer den Anwesenden mit.

Er beschrieb das Gefühl für die Hinterbliebenen sehr deutlich. Beispielsweise konnte er einem Sohn eines gefallenen Soldaten aus Burgkunstadt kurz vor Weihnachten mitteilen, dass sein Vater nach Jahren der Ungewissheit endlich gefunden wurde.

Die große Dankbarkeit des Sohnes, der mithilfe der Suche durch den Volksbund erfuhr, wo sich sein Vater befindet, ging Fischer sehr nahe.

In Zusammenarbeit mit dem BSB und BKV konnte auch im vergangenen Jahr die Trauerfeier in Unterbrunn am Gedenkstein der vier gegen Kriegsende hingerichteten Unterbrunner organisiert und gestaltet werden.

„Ich brauche die Soldatenkameradschaften, auf euch kann ich zählen“, sagte Fischer.

Er bedankte sich herzlich für die Unterstützung, auch bei der Friedenswallfahrt Vierzehnheiligen.

Bewegt äußerte Fischer sich, dass ihm eine große Freude und Ehre zuteil geworden sei, Schirmherr zum 100-jährigen Bestehen des SKV Oberleiterbach sein zu dürfen. Er freue sich schon sehr auf die Festtage.

Nach Beendigung der Jahreshauptversammlung durch den Vorsitzenden hielten sich die Mitglieder noch lange beim Blättern durch die Vereinschronik und Fotoalben des SKV im Gemeinschaftshaus auf. Dabei wurde noch in so mancher Erinnerung geschwelgt.

Gerhard Senger