Ebelsbach ist gleich mit zwei Kirchen gesegnet

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Blick über den Schlossgraben auf die Schlosskapelle, die von der evangelischen Gemeinde genutzt wird. Dahinter der Turm der katholischen Pfarrkirche. Günther Geiling
Blick über den Schlossgraben auf die Schlosskapelle, die von der evangelischen Gemeinde genutzt wird. Dahinter der Turm der katholischen Pfarrkirche. Günther Geiling

Das wohl bekannteste fränkische Fest ist die Kirchweih, auch „Kerwa“ genannt. Sie geht auf die Einweihung der jeweiligen Dorfkirche zurück, und die fand in Ebelsbach mit ihrer „Magdalenenkirche“ genau vor 60 Jahren statt.

Inzwischen hat sich um dieses Fest viel Brauchtum entwickelt, und auch in Ebelsbach präsentieren Vereine und Gastronomie ein abwechslungsreiches Programm, bei dem alle auf ihre Kosten kommen.

Jahre 1580 ließ Wilhelm von Rotenhan eine neue Kapelle bauen, heute als Schlosskapelle bekannt. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges bekam die Kapelle vorübergehend einen neuen Besitzer. Der Bamberger Ritter Oberst Peter Jacob ließ die Kapelle neu ausstatten und als katholisches Gotteshaus konsekrieren. Nach etwa 30 Jahren fiel die Kapelle wieder an die Familie von Rotenhan zurück.

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mmer wieder Streit

Danach kam es immer wieder zum Streit zwischen Katholiken und Protestanten. Die Familie von Rotenhan beanspruchte die Kapelle als ihr Eigentum. Die katholische Geistlichkeit sah die Kirche auf einem dem Bischof von Würzburg unterstehenden Gebiet. Erst 1809 wurde entschieden, dass beide Konfessionen abwechselnd in der Kapelle ihre Gottesdienste halten dürfen.

Es kam der Wunsch der Katholiken auf, ein eigenes Gotteshaus zu bauen. Dazu gründete der Eltmanner Pfarrer Ruppert 1899 einen Kirchenbauverein. Am 25. August 1929 fand die Grundsteinlegung statt. Schon ein Jahr zuvor hatten einheimische Firmen große Mengen von Sandsteinen zur Verfügung gestellt, und das Stammholz musste größtenteils mit Pferde- und Ochsengespannen aus dem Bischofsheimer Wald angefahren werden.

An Allerheiligen 1930 fand die festliche Einweihung durch Bischof Matthias Ehrenfried statt. Als im Februar 1960 Willi Geßner Pfarrer wurde, hatte sich die Einwohnerzahl des aufstrebenden Industrieortes mehr als verdoppel,t und die Magdalenenkirche konnte die Gottesdienstbesucher nicht mehr fassen. Deswegen stimmte die Kirchenverwaltung einer Kirchenerweiterung zu. Am 16. Juli 1966 war dann der große Tag, an dem Weihbischof Alfons Kempf das Gotteshaus konsekrierte, und so kann die Pfarrkirche in diesen Tagen 60. Jubiläum feiern.

1983 wurde die Pfarrkirche mit einem technischen und klanglichen Wunderwerk der Orgelbauwerkstätte Hoffman aus Ostheim vor der Rhön ausgestattet, und viele Organisten kommen gerne nach Ebelsbach, um sie zum Lobe Gottes erklingen zu lassen.

Der Kirchweihgottesdienst findet am Sonntag 19. Juli um 10 Uhr statt, wozu auch die Kinder mit dem Team der Kinderkirche eingeladen sind. Die evangelische Kirchengemeinde trifft sich ebenfalls um 10 Uhr in der Schlosskapelle zum Gottesdienst, der vom „KlangKollektiv“ mitgestaltet wird.

Der Auftakt der „Kerwa“ erfolgt bei der Feuerwehr am Freitag, 17. Juli, um 17 Uhr am Gerätehaus, und um 18 Uhr ist die Segnung des neuen Fahrzeuges. Für die Kinder und Jugendlichen steht an den vier Tagen auf der „Ochsenwiese“ ein Vergnügungspark bereit.

Der SV Rapid Ebelsbach lädt zu einem „Sport-Kerwa-Wochenende“ auf sein Sportgelände ein. Am Samstag, 18. Juli, beginnt das Sportprogramm um 10 Uhr mit dem U 15-Turnier und dem Einlagespiele U 5 – Eltern um 11 Uhr. Ab 14 Uhr spielen dann die 2. Und 1. Mannschaft sowie die „Alten Herren“ .

Das WM-Finale live

Dazu gibt es Barbetrieb und Musik und das WM-Spiel um Platz 3 ab 23 Uhr. Am Sonntag folgen ab 9 Uhr das U 7-Turnier, 12 Uhr U 9-Turnier und 16 Uhr U 16-Turnier und um 21 Uhr das WM-Finale (Live auf Großbildschirm).

Im Biergarten ist das Motto am Samstag „Burger & Musik“ mit Auenland-Beef-Burger und Musik mit der Band „Kid oft the Echo“. Einen zünftigen Frühschoppen gibt es am Sonntag von 10 bis 12 Uhr und natürlich ist eine Festtagsküche geboten. Ab 17 Uhr spielt die Blaskapelle „Harmonie“ auf. Der „Abschlusskracher“ am Montag 20. Juli erfolgt mit „Hähnchen und Musik“, wozu es ab 17 Uhr Sebastian Wilhelm für alle Besucher krachen lässt.