Michael Adler (vorne rechts) mit Wanderern auf dem Weg zur Ködeltalsperre. Hans Franz
Peter Schwarzmeier vom Jugendwaldheim Lauenstein mit Kindern beim waldpädagogischen Spiel.
Hauptvorsitzender Stefan Münch, Stellv. Hauptvorsitzender Günter Demmig, Hauptvorsitzender Roland Wolfrum, Geschäftsführerin Julia Rubsch und der Nordhalbener FWV-Obmann Michael Wolf (von links).
Lehrreicher und interessanter Wander-Erlebnistag in Nordhalben
– Reges Treiben herrschte bei der 150-Jahr-Feier des Frankenwaldvereins (FWV) im Bereich der Nordwaldhalle in Nordhalben, dem Gründungsort dieses 9500 Mitglieder zählenden großen Vereins mit seinen knapp 60 Ortsgruppen in den oberfränkischen Landkreisen Hof, Kronach und Kulmbach.
Angekündigt wurde zwar ein Wander-Erlebnistag, doch es gab an diesem Sonntag noch viel mehr. Schließlich waren auch mehrere Verbände und Vereine mit Infoständen und Mitmachaktionen vor Ort, in der Halle wurde ein musikalisches Unterhaltungsprogramm geboten und es gab ausreichend Verpflegung der Besucher durch die Helfer der Ortgruppe Nordhalben des FWV.
Die gebotenen Informationen waren vielseitig, lehrreich und interessant. Rund 200 interessierte Teilnehmer konnten an sechs geführten Wanderungen auf insgesamt 26 Kilometern Wegstrecke registriert werden.
Wandererlebnisse geboten
Zu einer der zwei längsten Distanzen von knapp neun Kilometern gehörte die Begehung des neuen Frankenwald-Steigla „Durch die Bärwurzwiesen“. Erfreut berichtete nach der Rückankunft die Führerin Yvonne Simon dem Obmann Michael Wolf , wie achtsam während der gesamten Erkundung ihre Mitläufer gewesen seien.
Der zweiten, schon etwas sportlicheren, Langstrecke nahm sich Michael Adler mit 30 Teilnehmern in Richtung Ködeltalsperre an.
Insgesamt 60 Interessierte waren dabei, als sich die Naturpark-Rangerinnen Ines Gareis und Christiane Veit auf eine Etappe für Erwachsene und auf eine für Familien begaben.
Ein etwas außergewöhnliches Angebot kam von Norbert Neugebauer. Er lud die Teilnehmer zu einer 75-minütigen Führung zu den Drehplätzen des Michael Bully Herbigs-Films „Ballon“ ein. Dieser Kinofilm wurde nämlich zu großen Teilen im Oktober 2017 in Nordhalben gedreht. Neugebauer erzählte unter anderem, was in dem dreiwöchigen Dreh in der Gemeinde bei kompletter Sperrung der Hauptstraße so alles passierte. Dabei rief er zusätzlich mit eigenen Bildern das Geschehen vor neun Jahren in Erinnerung.
Ebenso in der Klöppelgemeinde unterwegs war Hans Blinzler, der mit Gästen eine historische Ortsführung vornahm.
Wer in unmittelbarer Nähe der Nordwaldhalle verbleiben wollte, der konnte sich an den Ständen des Bundes Naturschutz, des Landesbundes für Vogelschutz, des Naturparks und des Landschaftspflegeverbandes Frankenwald oder der Bayerischen Staatsforsten informieren.
Natürlich gaben am Stand des Frankenwaldvereins Geschäftsführerin Julia Rubsch und Wegereferent Björn Stumpf gerne Auskunft über die Aufgaben und Ziele der Organisation.
Besonders der Kinder angenommen hat sich Peter Schwarzmeier vom Jugendwaldheim Lauenstein mit einem waldpädagogischen Spiel.
Aktionen für Groß und Klein
Eingebunden hatten sich mit Aktionen auch örtliche Vereine. So bot in der Halle der ATSV einen Einblick in das Trampolinspringen und gab die Möglichkeit zum Probekegeln und -schießen.
Der Verein „Frischer Wind“ mit Vorsitzende Stefanie Kübbrich an der Spitze bot Lasern von Holzmedaillen und Zuckerwatte an.
Das Künstleranwesen Maxhaus wartete mit der Aktion „Mein Zeichen für Nordhalben“ auf.
Die Besucher standen teilweise Schlange bei der Pizza-Ausgabe vom 3. Bürgermeister Nico Tahiraj und seinen drei Helfern.
Gelaufen wurde aber nicht nur bei den sechs Führungen, sondern Ortsgruppen waren den Veranstaltungsort aus verschiedenen Richtungen angelaufen. Andere waren mit dem Fahrrad gekommen. So zum Beispiel Günter Rothemund aus dem 40 Kilometer entfernten Kulmbach.
Musik und Preisverleihung
Im Laufe des Nachmittags war in der Halle - vor der Begrüßung durch FWV-Hauptvorsitzenden Stefan Münch - der Nordhalbener Spielmannszeug unter der Stabführung von Helmut Beetz zu hören.
Michael Wolf nahm die Preisverleihung für ein durchgeführtes Quiz vor. Die zehn Besten waren Andrea Hühnlein, Katja Patzel, Oliver Fischer, Michael Adler, Anja Wunder, Sigrid Pöhnlein, Petra Ellinger, Susanne Heinlein, Petra Wagner und Viola Funke-Schlüter.
Im weiteren Verlauf spielte Alleinunterhalter Alfred Lunk musikalisch auf, ehe das zweitägige Ereignis seine Pforten schloss und Obmann Michael Wolf das Fazit zog: „Ein gelungenes Jubiläumfest geht zu Ende. Wir haben den Festakt würdig begangen, einen unterhaltsamen Abend verlebt und am heutigen Sonntag viele Menschen in Bewegung gebracht.“ Dem konnte nur noch der Frankenwaldvereins-Leitspruch „Es rauscht der Wald in alter Frische“ angefügt werden.