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Coburg

Bald kann es losgehen

Die Corona-Krise hat die Pläne der Inhaber durcheinandergewirbelt. Doch nun steht ein neuer Termin für die Eröffnung des Unverpackt-Ladens im Steinweg fest. Bis dahin hat die Familie Lin aber noch viel Arbeit vor sich.
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Die Inhaber Thomas Lin und Lin Lin sowie Au-Pair Charlotte Robiaille (von links) bereiten alles für die Eröffnung ihres Unverpackt-Ladens vor. Ab Dienstag, 18. August, kann im Steinweg eingekauft werden - und das ganz ohne Müll.  Foto: Marieke Fiala
Die Inhaber Thomas Lin und Lin Lin sowie Au-Pair Charlotte Robiaille (von links) bereiten alles für die Eröffnung ihres Unverpackt-Ladens vor. Ab Dienstag, 18. August, kann im Steinweg eingekauft werden - und das ganz ohne Müll. Foto: Marieke Fiala

Noch stehen die vielen Behälter in den Regalen des neuen Coburger Unverpackt-Ladens im Steinweg leer. Ursprünglich war der Eröffnungstermin für Mai oder Juni geplant, doch Corona machte auch hier einen Strich durch die Rechnung. Fast drei Monate konnten die Inhaber Thomas und Lin Lin überhaupt nicht am Laden arbeiten - und auch jetzt ist noch viel zu tun. Doch der neue Termin steht: Am Dienstag, 18. August, wird eröffnet.

Seit acht Wochen laufen die Vorbereitungen nun wieder auf Hochtouren. Nicht nur im Ladengeschäft, sondern auch drum herum hat sich vieles verändert. Durch Umsatzeinbußen und Personalentlassungen bei Händlern dauern die Lieferungen nun teilweise länger, manche Lieferanten gibt es gar nicht mehr.

"Die Situation ist jetzt völlig anders", erklärt Thomas Lin. Das Ziel: Mit etwa 70 Prozent des späteren Warenangebots starten. Einerseits ist dies lieferantenbedingt, andererseits aber auch ganz "unverpackt-typisch", sagt er: "Wir wollen eng mit unseren Gästen in Kontakt stehen, auf Kundenwünsche eingehen und so ein wechselndes Sortiment anbieten."

In einem Gästebuch können Kunden Kritik und Wünsche äußern. Der Service unterscheide den Unverpackt-Laden auch vom herkömmlichen Supermarkt. "Unverpackt-Stationen, wie es sie nun in einigen Unternehmen zusätzlich gibt, finden wir zwar prinzipiell gut, weil sie dabei helfen, die Verpackungsflut einzudämmen", sagt Thomas Lin ein, "aber man merkt, dass sich die Mitarbeiter in den Supermärkten oft nicht wirklich damit identifizieren." Die Beratungsleistung fehlt - für die Lins steht das im Mittelpunkt. "Ich möchte in Zukunft Rezeptbücher erstellen, damit die Kunden auch wissen, was sie mit den jeweiligen Produkten alles machen können", sagt Lin Lin.

Ungewissheit vor dem Start

Für die Inhaber ist das selbstverständlich mit viel Arbeit verbunden, zu zweit kaum zu schaffen. "Eigentlich wollten wir gleich zu Beginn mit Personal starten", sagt Thomas Lin, "wir müssen uns jetzt überlegen, ob wir trotz Corona jetzt schon jemanden einstellen, schließlich wissen wir nicht, wie es anläuft." Wissen, wie es anläuft - "bei Neueröffnungen immer schwierig, aber jetzt noch mehr", fügt er hinzu.

Doch wie ist das Thema Hygiene, vor allem in Corona-Zeiten, mit einem Unverpackt-Laden vereinbar? Darum machen sich die Inhaber keine Sorgen. "Die Hygienebestimmungen sind in Unverpackt-Läden ohnehin höher", betont Thomas Lin, "im Grunde ist es hygienischer als im Supermarkt." Schließlich kommen die Kunden mit den Lebensmitteln nicht in Kontakt.

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