Die Welt wirkt aus den Fugen: Krieg in der Ukraine, Gewalt im Nahen Osten, Angst und Unsicherheit an vielen Orten. Mitten in dieser Zeit versammelten sich Gläubige in der Talkirche zur Maiandacht – um innezuhalten, zu beten und Hoffnung zu schöpfen.
Unter dem Leitgedanken „Maria, Königin des Friedens“ richteten sich Gedanken und Gebete an jene Frau, die für Vertrauen, leise Stärke und Hoffnung steht. Schon beim Lied „Kommt, Christen, kommt zu loben“ wurde spürbar:
Diese Andacht ist mehr als ein Ritual – sie ist ein gemeinsames Aufatmen in einer unruhigen Zeit. In eindringlichen Anrufungen wandte sich die Gemeinde an Maria: „Maria, du Frau des Friedens, du kennst das Dunkel und das Unbegreifliche unseres Lebens.“ Worte, die nachhallten und die Sorgen der Gegenwart aufnahmen. Immer wieder kehrte die Bitte zurück: Maria, Königin des Friedens – bitte für uns.
Maria wurde dabei nicht als ferne Gestalt gesehen, sondern als Weggefährtin – eine, die selbst Zweifel und Leid erfahren hat und dennoch am Vertrauen festhielt. Eine, die den Weg Jesu mitging: einen Weg der Liebe und des Friedens.
Gebete und Betrachtungen ließen ihr Leben lebendig werden. Sätze wie „Du hattest ein bereites Herz und eine wache Seele“ gewannen besondere Tiefe. Die Litanei wurde zu einem gemeinsamen Atem der Hoffnung: Maria als Auserwählte Gottes, Schwester im Glauben, Königin des Friedens.
In den Fürbitten wurde die Not der Welt vor Gott getragen – schlicht und ehrlich. Ein Moment, in dem die Schwere der Zeit spürbar war, zugleich aber auch die leise Zuversicht, dass Frieden wachsen kann.
Die Marienlieder „Stern auf diesem Lebensmeere“ und „Maria, dich lieben“ trugen diese Hoffnung weiter. Am Ende stand der Segen – kein lauter Abschluss, sondern ein stilles Versprechen: Frieden bleibt möglich.