Eine wahre Mammut-Tagesordnung mit nicht weniger als 19 Punkten hatte der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu bewältigen. 13 davon betrafen den Neubau eines Einfamilienhauses, eines Balkons oder einer Lagerhalle und Ähnliches. Größtes Bauprojekt ist der geplante Neubau eines Mehrfamilienhauses mit sechs Wohnungen in der Leonhard-Schwarz-Straße im Ortsteil Maßbach. Alle Bauvorhaben wurden einstimmig genehmigt.

Bereits seit über vier Jahren diskutiert der Marktgemeinderat Maßnahmen zur Barrierefreiheit in Maßbach und Poppenlauer. Im Februar 2021 hatte der Marktgemeinderat beschlossen, Arbeiten für den barrierefreien Umbau in Maßbach auszuschreiben, sobald eine Förderzusage vorliegt. Die Baukosten waren auf 145.000 Euro geschätzt worden. Im Rahmen der geplanten Erneuerung der Wasserleitungen in der Volkershausener und Poppenlauerer Straße in Maßbach wurde festgestellt, dass außerdem teilweise die Kanalleitungen und die Asphaltschicht ausgebessert werden müssen. Deshalb sollen beide Maßnahmen zusammen durchgeführt werden. Das von der Marktgemeinde beauftragte Planungsbüro Glanz schätzt die Kosten auf 315.000 Euro. Die Gesamtkosten werden nun in die Bedarfsanmeldung zur Städtebauförderung im kommenden Jahr aufgenommen. Der Marktgemeinderat beschloss schließlich einstimmig, zuerst einen Förderantrag zu stellen. Wenn dieser genehmigt ist, werden die Arbeiten ausgeschrieben. Zur Realisierung der Barrierefreiheit in den Ortsteilen Maßbach und Poppenlauer hatte das Stadtplanungsbüro Wegner aus Veitshöchheim ein Handlungskonzept erstellt. Das Büro legte nun die Schlussrechnung in Höhe von 24.000 Euro vor, gut 6000 Euro mehr als vorgesehen. Als Gründe wurden unter anderem genannt, dass für 14 anstatt für acht Einzelmaßnahmen die Kosten ermittelt wurden und dass zusätzliche Termine anfielen. Der Marktgemeinderat genehmigte die Mehrkosten einstimmig.

An der Grundschule in Poppenlauer und der Mittelschule in Maßbach sollen je eine Teilzeitstelle für Jugendsozialarbeit geschaffen werden. Dieses Projekt soll zu Beginn des Haushaltsjahres 2023 (also Anfang nächsten Jahres) starten. Dazu heißt es auf der Internetseite des bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales: "Benachteiligte Jugendliche werden unterstützt. Bildungsgerechtigkeit bedeutet, dass die soziale Herkunft junger Menschen nicht über deren Zukunft entscheiden darf. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass sozial benachteiligte junge Menschen frühzeitig unterstützt werden. Der Marktgemeinderat bekam einstimmig die Genehmigung, eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Freistaat und dem Landkreis abzuschließen. Vorgesehen ist, dass der Freistaat, der Landkreis und die Marktgemeinde sich die Kosten teilen. Auf die Marktgemeinde entfallen knapp 10.000 Euro pro Jahr und Schule.

Bürgermeister Matthias Klement (CSU) setzte den Marktgemeinderat davon in Kenntnis, dass er angeordnet hat, die Bushaltestelle in der Leonhard-Schwarz-Str. aus Gründen der Sicherheit und Ordnung zu verlegen. Da das neue Schuljahr bereits vor der ersten Sitzung des Gremiums begonnen hatte, erließ er eine entsprechende dringliche Anordnung. Es gab keine Einwände.

Das Gremium genehmigte das Versetzen einer Straßenlaterne und eines Stromkastens vor einem Grundstück in der Mittleren Aubergstraße in Poppenlauer. Das Bayernwerk hatte ein Angebot für das Versetzen der Laterne und des Stromkastens vor das Grundstück des Nachbarn in Höhe von knapp 5000 Euro erstellt. Der Marktgemeinderat genehmigte die Übernahme der Hälfte der Kosten.

Allerdings müssen Stromkasten und Laterne vor der Grundstücksgrenze platziert werden, um keins der beiden Grundstücke zu beeinträchtigen. Klement teilte mit, dass die Streckenführung der Wechselstromleitung P43 den Markt "wenig bis gar nicht" tangiert.