Da ein gemeinsames Martinsfest wegen der Corona-Beschränkungen heuer nicht stattfinden konnte, haben sich die Pfarreiengemeinschaft Adelsdorf/Aisch sowie die gemeindlichen Kindertagesstätten etwas einfallen lassen, um St. Martin trotzdem, aber anders zu feiern.

Gemeinsam funkelten die Laternen der Kindertagesstätten Adelsdorfs bereits vergangenen Dienstagabend im Schlosspark. "Wir möchten ein Symbol der Gemeinschaft schaffen. Corona hält uns alle auf Abstand und trotzdem möchten wir den Zauber dieser Herbstzeit erhalten." So stand es in der Einladung. "Lasst uns gemeinsam Freude schenken und unser Licht in die Welt hinaus leuchten", forderten die Kitas auf. Und ganz viele Kinder folgten der Einladung und brachten schon einige Tage vorher ein mit Sand gefülltes Einmachglas mit einem Teelicht obendrauf in den Schlossgarten und stellten es auf einer pink markierten Linie ab.

Digitales Funkeln

Am Vorabend von St. Martin entzündeten die Erzieherinnen zusammen mit Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) alle Lichter, und im Kreis leuchtete ein "WIR" auf. Damit jeder an diesem "digitalen Funkeln" teilnehmen konnte, stellte die Gemeinde dann am Martinstag auf Youtube (https://youtu.be/zBJANNBh048) einen Film über das Entzünden der Martinslichter bereit und so durften Eltern und Kinder zu Hause den Zauber von St. Martin erleben, der in die ganze Welt getragen wird. Der Bürgermeister las im Video noch die Geschichte von Emma und Bo "Ein Funkeln im Dunkeln" vor, die von Licht, Mut und Vertrauen erzählt.

Besuch in der Kirche

Groß und Klein waren dann am Martinstag zwischen 16 und 20 Uhr in die Pfarrkirche St. Stephanus eingeladen, um dort die Geschichte von St. Martin zu erfahren, Martinslieder zu hören, eine Kerze anzuzünden oder einfach zur Ruhe zu kommen. Dieser Einladung sind viele Eltern mit ihren Kindern gefolgt. Schon vorher konnten die Familien Martinstüten für die Kinder abholen, in denen sie einen kurzen, kindgerechten Gottesdienst mit einer Aufgabe und einer Überraschung zum Teilen fanden.

Auch auf Adelsdorfs Straßen traf man schon am Mittag eine Kindergartengruppe von St. Theresia und am Abend einige Familien mit Laternen. So manches Kind hatte auch seine Laterne oder ein Martinslicht zu Hause ins Fenster gestellt.