1000 Euro sind für einen Verein oder eine Gruppe eine willkommene finanzielle Unterstützung, wenn es um die Realisierung eines Projektes geht. Seit 2017 besteht die Möglichkeit über den Kleinprojekt efonds des Landkreises Rhön-Grabfeld solch eine Förderung zu bekommen. In diesem Jahr haben sich so viele Vereine und Gruppen beworben wie noch nie zuvor. Aus 69 Bewerbungen musste die Jury 18 Vorhaben auswählen.

Projektmanagerin Manuela Michel von der Kreisentwicklung des Landkreises Rhön-Grabfeld freute sich die Förderbescheide, im "Haus für Alle" in Langenleiten überreichen zu können. Bürgermeisterin Sonja Reubelt gratulierte allen Vertretern der ausgewählten Projekte. Josef Demar würdigte, in seiner Funktion als stellvertretender Landrat, die Bandbreite der eingereichten Projektideen. Der Kleinprojektefonds diene zur Unterstützung und Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit, sei ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und eine wichtige Säule in der Ehrenamtsförderung. Gerade die coronabedingten Auszeiten habe Vereinen zugesetzt, eine finanzielle Unterstützung bei geplanten Vorhaben soll neue Motivation geben und Ansporn für weiteres Engagement.

Die Jury bestand aus Vertretern der Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Natur, Architektur und Heimatgeschichte. Als besonders förderwürdig gelten Kleinprojekte, die die Zukunftsfähigkeit des Vereins stärken und dabei auch der Allgemeinheit beziehungsweise der Region dienen. Außerhalb des Vereinslebens wurden auch Zusammenschlüsse von Privatpersonen berücksichtigt, um eine gemeinsames Projekt zu realisieren. Ausgewählt wurden innovative Vorhaben, die sich besondere Ziele gesetzt haben, wie beispielsweise die Nachwuchsförderung, Identifikationssteigerung in der eigenen Kommune, Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren, Kinder- und Jugendförderung, Förderung von Tradition und Geschichte. Wie schon in den Vorjahren verteilen sich die geförderten Kleinprojekte über den gesamten Landkreis.

Maximal 1000 Euro

16 000 Euro standen zur Verteilung, die maximale Fördersumme beträgt 1000 Euro, wobei 18 Projekte zum Zuge kamen, da nicht alle die Höchstsumme benötigten. Im Juli sollen weitere Projekte aus dem Corona-Fonds des Landkreises bedacht werden. Wie Michel mitteile, werde zwischen den förderwürdigen Projekten entschieden, die bisher noch keine Absage bekommen haben. Weitere 16 000 Euro stehen zur Verfügung.

Ausgewählt wurden heuer in den Themenfeldern "Tourismus, Freizeit und Kultur" und "Ortsentwicklung und Soziales": Der Heimatverein Tischtennis Burglauer möchte eine Outdoor Tischtennisplatte für Jugendliche anschaffen. Die Jagdbogenfreunde Rhön, Mellrichstadt planen eine Sitzlaube am Trainingsplatz anzulegen und einen Bogenparcours. Die Wallfahrtsgemeinschaft Salz der Katholischen Kirchengemeinde möchte ein Wallfahrtsbild Salz-Vierzehnheiligen sanieren. Der Feuerwehrverein Geckenau plant eine Sitzgruppe für den Feuerwehr-Biergarten. Der Jugendclub Ärzte-Gruft-Hausen/Rhön plant die Neugestaltung der Außenanlage am Jugendraum. Der Freundeskreis Wasserschloss Unsleben möchte zwei Infotafeln. Der SV Pfeil Niederlauer plant die Erweiterung des Sport- und Spielplatzangebotes. Die VG Wargoldshausen plant ein Kinderparadies im KommHof-Garten. Der Chaos-Camping-Club Fladungen will ein mobiles Vereinsheim. Der Rhönklub Zweigverein Walddörfer möchte eine Jugendgruppe in den Walddörfern aufbauen. Der Verein Dorfleben Trappstadt plant das Projekt "Trappstatt erleben". Die Bürger von Braidbach möchten am Dorfplatz eine Telefonzelle zu einem Büchertauschregal umbauen. Für den Jugendraum Mühlfeld soll eine Küche angeschafft werden.

In den Themenfeldern "Bildung" sowie "Natürliche Ressourcen, nachhaltige Landnutzung und Klimaschutz" wurden ausgewählt: Das Katholische Kinderhaus St. Nikolaus Strahlungen mit der Gestaltung einer Krippenveranda. Die Freiwillige Feuerwehr Haselbach möchte einen Brand- und Experimentierkoffer für die Jugendfeuerwehr.

Die Feuerbergmusikanten Langenleiten planen die Anschaffung von Instrumenten, Notenständern und ähnliches für den Nachwuchs. Der Obst- und Gartenbauverein Rödles möchte ein alte Streuobstwiese verjüngen. Abiturientinnen aus Schönau unterstützen Flüchtlingskinder und -familien beim Erlernen der Sprache und Entdecken der Rhön.