Zur Vorlage der Jahresrechnung 2019 hatte Aurachtals Bürgermeister Klaus Schumann (ÜWB) positive Zahlen in die jüngste Sitzung des Gemeinderates mitgebracht.

Die bereinigten Einnahmen des Verwaltungshaushaltes (ohne innere Verrechnungen, kalkulatorische Kosten) lagen im Ergebnis mit rund 405 000 Euro um 6,95 Prozent über den ursprünglichen bereinigten Planwerten (5,8 Millionen Euro). Das Ergebnis des Verwaltungshaushaltes sei auf der Einnahmeseite vor allem durch Mehreinnahmen bei den Steuern und Finanzzuweisungen gekennzeichnet. Die größten positiven Abweichungen habe es bei der Gewerbesteuer (plus 135 000 Euro), beim Grunderwerbsteueranteil (plus 15 000 Euro) und bei den Schlüsselzuweisungen (plus 164 000 Euro) gegeben. Mit rund 2,64 Millionen Euro liegt der Einkommensteueranteil 127 000 Euro über dem Ergebnis aus 2018. Zudem ließen sich höhere Einnahmen bei den Staatszuschüssen für die Kindertagesbetreuung (plus 83 000 Euro) feststellen. Diese würden sich jedoch auch in den entsprechenden Ausgaben widerspiegeln.

Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt seien vielfach die Haushaltsmittel nicht ganz ausgeschöpft worden. Bereinigt um die Mehrausgaben aus der Zuführung zum Vermögenshaushalt, den Inneren Verrechnungen und den kalkulatorischen Kosten bleiben die Ausgaben mit fünf Millionen Euro in der Summe um 278 000 Euro hinter den bereinigten Ausgabeansätzen laut Plan (5,3 Millionen Euro) zurück. Nicht voll ausgeschöpft wurden die Haushaltsmittel beispielsweise bei der Grundstücks- und Gebäudeunterhaltung (minus 160 000 Euro). Als Jahresabschlussbuchung konnte ein Betrag von knapp 1,2 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Im Haushaltsplan waren lediglich 512 000 Euro veranschlagt.

Der Vermögenshaushalt schloss in Einnahmen und Ausgaben mit etwas über 2,5 Millionen Euro und damit um 950 000 Euro niedriger als die Haushaltsansätze ab. Bei den Investitionen lagen die Schwerpunkte beim Erwerb von Grundstücken an der Königstraße, bei den Baumaßnahmen an der Grundschule (Neugestaltung der Außenspielbereiche und Umbau der Schulküche zum "Kinderrestaurant" für die Nachmittagsbetreuung), in der Abwasserbeseitigung und beim Kauf von technischen Gerätschaften/Fahrzeug für den Bauhof.

Der Bestand der allgemeinen Rücklage betrug zum 31. Dezember 2018 rund 54 000 Euro (gesetzlicher Mindestbestand). Laut Haushaltsplan sollte ein Überschuss im Vermögenshaushalt zur Tilgung der Kreditaufnahme aus 2018 verwendet werden. Tatsächlich brauchte die Kreditermächtigung in 2018 und 2019 aber noch nicht in Anspruch genommen werden.

"Durch die verbesserte Zuführung vom Verwaltungshaushalt und die nicht ausgeschöpfte Ausgabeermächtigung im Vermögenshaushalt ergab sich eine Zuführung zur allgemeinen Rücklage in Höhe von zwei Millionen Euro. Der Bestand der allgemeinen Rücklage erhöht sich damit auf knapp über zwei Millionen Euro und lässt Raum für die anstehenden Aufgaben", erklärte der Bürgermeister.