klaus schmitt

Manchmal führt auch ein Umweg zum Ziel. Es besteht die Möglichkeit, dass es in absehbarer Zeit einen Radweg quer durch den Landkreis aus dem Maintal in den Raum Ebern geben wird. Allerdings nicht auf dem direkten Weg zwischen Haßfurt und Ebern, sondern auf einer anderen Trasse.
Ein Radweg entlang der Straße zwischen Haßfurt und Ebern lässt sich nicht verwirklichen. Die Kommunen an der Strecke, allen voran die Stadt Ebern, haben diese Variante geprüft - und mittlerweile verworfen. Das geschah bereits 2015, wie Alfons Schanz, der Leiter der Tiefbauverwaltung des Landkreises, auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. Diese Verbindung sei so gut wie nicht möglich, weil es kaum Anlieger gebe.
Möglich wäre aber, so sagte Schanz am Rande der Übergabefeier für den neuen Radweg Eichelsdorf-Ermershausen am Samstag in Ermershausen, eine Radfahrer-Trasse über Ebelsbach, Breitbrunn und Kirchlauter in die Gemeinde Rentweinsdorf und weiter auf dem bestehenden Radweg nach Ebern. Zwischen Ebelsbach und Breitbrunn ist ein Radweg bereits vorhanden. Weiter nach Kirchlauter und Goggelgereuth sind die Beschlüsse gefasst und die Planungen für den Bau laufen.
Nun könnte es direkt weitergehen über Salmsdorf in die Gemeinde Rentweinsdorf. Alfons Schanz schlägt wegen des Geländes aber eine Route über Salmsdorf, Mauschendorf (Gemeinde Gerach/Oberfranken), Sendel-bach nach Rentweinsdorf vor. "Aus Sicht der Tiefbauverwaltung ist das die beste Lösung", meint er. Schanz ist fest davon überzeugt: Diesen wichtigen Radweg quer durch den Kreis "wird es irgendwann geben".


Auf direktem Weg wohl zu teuer

Die Gemeinde Rentweinsdorf favorisiert nach seinen Worten dagegen die kürzere Verbindung über Salmsdorf direkt nach Rentweinsdorf. Das scheine aber eine zu teure Lösung für die Gemeinde Rentweinsdorf zu sein, hat Alfons Schanz erfahren. Also doch über den Umweg?