Schondra — Im vergangenen Jahr hat der Gemeinderat Schondra eine Satzung zur Förderung der örtlichen Vereine erlassen. Jetzt waren einige Anpassungen notwendig. Bürgermeister Bernold Martin (CSU) schlug vor, dass der Gartenbauverein Schönderling für die Kränze zum Volkstrauertag weiterhin 150 Euro erhält. Zudem kann der Verein für die Pflege der Rabatten in der Ortsdurchfahrtsstraße bis zu 500 Euro jährlich in Rechnung stellen. Für das Feuerwehrhaus in Singenrain wird weiterhin ein Heizkostenzuschuss von 1555 Euro jährlich bereitgestellt.

Auch das Läutgeld in Höhe von 81 Euro für die Dorfgemeinschaft Untergeiersnest bleibt bestehen. Lediglich der Betrag von 818 Euro für die Sportplatzdüngung, die die DJK bisher erhält, ist nach Meinung der Ratsmitglieder durch den Zuschuss mit abgedeckt, den der Verein aufgrund der satzungsgemäßen Förderung bereits erhält, so dass er gestrichen wird. Damit die Fördersatzung nun ausnahmslos angewendet werden kann, hob der Gemeinderat auch alle alten Beschlüsse zur Förderung der drei Feuerwehren und des FSV Schönderling mit Wirkung vom 1. Januar 2023 auf.

Erhebt Jugendamt Einspruch?

Auf Antrag von Horst Conze (ABS) wurde ein Tagesordnungspunkt mit knapper Mehrheit in den öffentlichen Sitzungsteil verlegt. Es ging dabei um die Vermietung von Räumlichkeiten in der Grundschule an die St. Martin Schule aus Riedenberg, die voraussichtlich ab 2024 drei Klassenzimmer benötigt. Conze sieht in der nach derzeitigem Stand vorgesehenen gemeinsamen Benutzung der Toiletten durch den Hort beziehungsweise die Gastschüler ein Problem, da das Jugendamt dies nach seiner Meinung kritisch sehen wird. Zu beachten sei auch, dass ab dem Jahr 2024 der Johannis-Verein zusätzlich Räume für die Hortbetreuung benötigt.

Nadine Leitsch (ABS) bemängelte die mangelhafte Kommunikation zwischen dem Johannisverein als Träger des Hortes und der Gemeinde, was Bürgermeister Martin zurückwies. Auch Sebastian Karollus (FWG Schönderling) zeigte sich ungenügend informiert; er verlangte eine gemeinsame Sitzung aller Beteiligten, wobei in einem Plan die Raumverteilung genau festzulegen sei. Schließlich einigte man sich darauf, vor einer erneuten Befassung mit dem Thema die Situation mit dem Jugendamt abzuklären.

Genehmigt hat der Rat den Bauantrag zu Umbau eines Wohnhauses, Erneuerung des Dachstuhls sowie Ausbau des Dachgeschosses in der Birkenstraße 19. Allerdings muss wegen des Bauvorhabens ein Dachständer entfernt werden. Wie der Bürgermeister mitteilte, wird das Bayernwerk links und rechts von dem Gebäude vorübergehend zwei Masten aufstellen, so dass die Weiterleitung des Stroms gesichert bleibt; ab 2023 wolle das Bayernwerk die Birkenstraße sowieso verkabeln, informierte er.

Die Abweichungen bei der Errichtung einer Lagerhalle auf dem Grundstück "Im Baumgarten 6" im Gewerbegebiet Schildeck II genehmigte das Ratsgremium.