Der Ort hat 55 Einwohner (Stand Juni 2020). Wahlberechtigt sind hier 44 Personen. Auf einer Unterschriftenliste, die Voraussetzung zu einer Wahl eines Ortssprechers ist, müssen sich mindestens ein Drittel eben dieser Wahlberechtigten eintragen. Das wären im Fall von Messenfeld 14 Personen gewesen, sogar 25 haben aber unterschrieben. Das Interesse an einem offiziellen Ansprechpartner ist folglich groß. Der ehemalige Gemeinderat, der 38-jährige Markus Knipper, vertritt Messenfeld als Ortssprecher. Im Interview erläutert er, was hier getan werden muss und wie die Zusammenarbeit mit dem Kollegen aus Neudorf klappt. Sie sind gebürtig aus Messenfeld oder wie lange dort schon wohnhaft? Markus Knipper: Gebürtig bin ich aus Messenfeld und bin hier auch aufgewachsen. Zwischendurch war ich zum Studieren wochenweise in Regenstauf und in Rosenheim unterwegs. 2009/2010 haben wir dann ein altes Nebengebäude auf dem Anwesen meiner Eltern renoviert, hier lebe ich mit meiner Familie. Sie haben ja schon kommunalpolitsche Erfahrung als Gemeinderat - werden Sie sich bei der nächsten Wahl wieder bewerben?  Ich denke schon, dass ich mich bei der Wahl 2026 wieder aufstellen lassen werde. Das Ergebnis der Wahl im März 2020 hat gezeigt, dass ich noch mehr Stimmen erhalten habe als bei der Wahl 2014, als ich in den Gemeinderat gewählt wurde. Zudem hat mir die kommunalpolitische Arbeit im Gemeinderat viel Spaß gemacht, und man konnte doch noch so einiges über seine Gemeinde bzw. über seine Heimat lernen. Der Bürgermeister sprach von Glasfaserausbau - wie ist die Versorgung bisher bzw. ist da echt Bedarf da? Sagen das die Messenfelder oder ist es einfach der Entwicklung der Zeit geschuldet, um nicht abgehängt zu werden? Der Glasfaserausbau ist aktuell ein großes Thema. Bedarf ist auf jeden Fall auch in Messenfeld da, egal ob bei Jung oder Alt. Ich würde fast sagen, dass in Messenfeld nahezu jeder Haushalt das Internet nutzt, bis auf ein oder zwei Ausnahmen. Viele nutzen es im alltäglichen Gebrauch, Onlineshopping, Social Media, Spiel- und Streaming-Angebote, um in Kontakt mit Familie und Freunden zu bleiben; aber auch für die Arbeit im Homeoffice und beim Homeschooling ist in der aktuellen Lage ein flächendeckendes und leistungsstarkes Internet unumgänglich. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass das Internet in unserer Zeit mit zu einer gewissen Grundversorgung zählt und es jedem zur Verfügung gestellt werden sollte.   Haben Sie Hobbys oder sind Sie in einem Verein? Ich bin viel draußen mit unseren Hunden unterwegs, bin gern im Wald arbeiten oder betätige mich handwerklich. Gelegentlich gehe ich mit unserem Jagdpächter im Messenfelder Revier auf die Jagd. Im CSU-Ortsverband westlich des Mains bin ich stellvertretender Vorsitzender. Das Verhältnis zum Ortsbeauftragten-Kollegen Georg Schauer aus dem nur einen Kilometer entfernten Neudorf ist ja ein sehr gutes - kennen Sie sich von der Gemeindearbeit oder von früher? Georg kenn' ich eigentlich schon seit der Schulzeit, er war ein paar Klassen über mir, aber wir hatten den gleichen Schulweg. Später waren wir dann in der Freiwilligen Feuerwehr Messenfeld-Neudorf und vor einigen Jahren haben wir in einem kleinen Arbeitskreis zum Thema Windkraft unsere Ortschaften bei Windkraftanlagenbetreibern gemeinsam vertreten. Auch so trifft man sich gelegentlich und tauscht sich mal über Aktuelles aus den Ortschaften oder der Gemeinde aus. Warum kann nicht ein Beauftragter oder Ortssprecher beide Orte (Messenfeld und Neudorf) vertreten? Wollen das die Bürger so? Ich denke, mit der Lösung eines Ortsprechers und eines Ortsbeauftragten können wir recht zufrieden sein. So ist jeweils einer aus der jeweiligen Ortschaft als Bürgervertreter gewählt, und man kann sich natürlich gegenseitig unterstützen und ergänzen. Was muss gemacht werden im Ort? Was haben Sie als Gemeinderat angestoßen, was jetzt noch beendet wird? Aktuell steht natürlich der Glasfaserausbau an oberster Stelle, die Straßenlaternen sollen auf LED umgerüstet werden und noch einige kleinere Sachen wie Flächengestaltungen, Erhalt von Naturdenkmälern, Spielplatz. Letzte Frage: Wie ist der Draht ins Rathaus? Der Draht ins Rathaus ist super, unkompliziert, familiär und freundlich. Ich persönlich hatte bisher noch keine Schwierigkeiten, mir wurde bei egal welchem Problem immer geholfen. Die Fragen stellte Monika Schütz.