Preiswürdige Kulturhalle Witzmannsberg. Für dieses Projekt wurde jetzt der Bayerische Staatspreis für Dorferneuerung und Baukultur verliehen. Das berichtet die Gemeinde Ahorn.

Für "hervorragend und mit großem Engagement neu errichtete und sanierte Gebäude" hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) 16 private und kommunale Bauherrinnen und Bauherrn aus ganz Bayern am 21. Oktober mit dem Staatspreis ausgezeichnet, eine Bauherrin davon ist die Gemeinde Ahorn. Die Preise sind jeweils mit 3000 Euro dotiert und wurden bei einem Festakt in München überreicht.

"Mit außerordentlichem Einsatz und viel Mut haben Sie dafür gesorgt, dass nicht nur wertvolle Bausubstanz erhalten bleibt, sondern durch pfiffige Ideen auch das soziale und kulturelle Leben in Ihren Dörfern bereichert wird. Sie haben moderne Wohnverhältnisse und zeitgemäße Nutzungskonzepte geschaffen", sagte die Ministerin bei der Preisverleihung. Mit der Auszeichnung wird das jahrzehntelange Bemühen der Gemeinde Ahorn um die Entwicklung des ehemaligen Freizeitzentrums mit Hallenbad in Witzmannsberg zu einem Bürger- und Kulturzentrum gewürdigt. "Damit steht der Preis am Ende eines intensiven Planungs- und Beratungsprozesses", sagte Bürgermeister Martin Finzel, der den Staatspreis auch als Ergebnis der Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern, Expertinnen und Experten des Amtes für ländliche Entwicklung in Oberfranken und der Regierung von Oberfranken sowie des Gemeinderates sieht.

Architekturstil bewahrt

"Die Revitalisierung des ehemaligen Freizeitzentrums zur Kulturhalle Witzmannsberg ist beispielgebend für den Erhalt der Baukultur und nachhaltiges Bauen. Es wurde nicht nur ein neues Kulturzentrum für die Region geschaffen, sondern auch die typische Architektur der Entstehungszeit, der 1970er Jahre, erhalten. Die Gemeinde Ahorn hat gezeigt, dass mit viel Ideenreichtum, Kreativität und auf der Grundlage einer aktiven Bürgerbeteiligung ein großes Infrastrukturprojekt ressourcenschonend und klimagerecht realisiert werden kann", urteilte Christiane Schilling vom Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken in Bamberg.

Der Wettbewerb "Staatspreis Ländliche Entwicklung" findet jährlich und alternierend zwischen "Dorf- und Landentwicklung" und "Dorferneuerung und Baukultur" statt. Insgesamt hat der Freistaat über 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Staatspreise "Dorferneuerung und Baukultur" werden alle zwei Jahre vergeben. Die Entscheidung fällt eine Kommission aus Architekten, Heimatpflegern und Fachleuten der Verwaltung für Ländliche Entwicklung. red