Theresa Schiffl Der Ortsverband Aischgrund/Höchstadt der Alternative für Deutschland (AfD) informierte im Gasthaus Friedel seine Mitglieder am Freitag über die Arbeit im Bundes- und Landtag.

René Jentzsch, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbands, bedankte sich bei den Mitgliedern für ihre Unterstützung und ihre Stimmen bei der Landtagswahl im vergangenen Herbst. "Wir haben ein sehr gutes Ergebnis erreicht." Die Partei befinde sich im Kampf gegen das Böse. "Nämlich gegen die anderen Parteien, die Deutschland zerstören", sagte Jentzsch.

Wie läuft die Arbeit in Berlin?

Aus Berlin reiste der Landesvorsitzende Bayerns und Bundestagsabgeordnete Martin Sichert an. Er kritisierte, dass die Gesetzgebung, die in Berlin umgesetzt wird, immer mehr durch die Europäische Union (EU) beeinflusst werde. Dadurch komme es, so der AfD-Politiker, immer mehr zu Einschränkungen in der Freiheit. "Europa funktioniert nur dann, wenn jedes Land selbst bestimmen darf", erklärte Sichert.

Die Rolle der AfD im Bundestag

Nach dem kurzen Bericht des Bundestagsabgeordneten konnten seitens der Mitglieder und Zuhörer Fragen gestellt werden.

Eine davon war, wie die Rolle der Partei im Bundestag sei und wie sie in Zusammenarbeit mit anderen mehr mitgestalten könne. "Das ist nur durch Wahlen möglich, weil niemand mit uns zusammenarbeiten will", so Sichert. Seiner Meinung nach werde sich diese Ablehnung und Stigmatisierung der AfD langfristig gesehen für die anderen Parteien negativ auswirken.

Auch in Bayern beschäftigt sich die AfD mit vielen Problemen, wie Jan Schiffers, Vorsitzender des Kreisverbandes Bamberg und Landtagsabgeordneter. Als Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie, liegen ihm besonders Kinder und Jugendliche sowie deren Zukunft am Herzen. Deshalb habe seine Partei wegen der freitäglichen Schülerstreiks einen Dringlichkeitsantrag gestellt: "Schüler haben Schulpflicht. Sie können demonstrieren, aber das müssen sie in ihrer Freizeit machen."

Ein weiterer Dorn im Auge der Partei sei der Islamunterricht in Bayerns Schulen. "Wir haben einen nachgezogenen Dringlichkeitsantrag gestellt, in dem wir den Unterricht verbieten und unterbinden wollen." Es sei ein Irrglaube zu denken, dass sich der Islam so in eine liberale Richtung leiten ließe.

Vorsitzender Christian Beßler bedankte sich für das zahlreiche Kommen und meinte: "Wir sind die wahren Patrioten und werden auch in Zukunft den Mut haben, die Wahrheit zu sagen."