Adriano Prestel, die "black voice" aus München, zeigte mit seiner jungen Band eine tolle Show in Sachen Blues, Balladen modern and antik Soul und Jazz. Beim...
Adriano Prestel, die "black voice" aus München, zeigte mit seiner jungen Band eine tolle Show in Sachen Blues, Balladen modern and antik Soul und Jazz. Beim Opener "Pull it off" wurde sofort die außergewöhnliche Stimmqualität des 36-Jährigen deutlich. Es folgten die Klassiker "Let's get in on" und "Heard it through the grapevine".
Kleinere Probleme am Anfang
Spätestens jetzt war das Publikum in Oberthulba voll dabei und spornte die jungen Musiker
zu Topleistungen an. Chris Stöger (Drums) und Robin Jermer (Bass) bereiteten den kernigen Grundsound und die moderne Rhythmik excellent für die anderen Solisten.
Kleine Probleme mit der Soundabstimmung (Bass war zu wummerig, Guitarre zu laut, und Voice zu leise) wurden rechtzeitig abgestellt und waren bald vergessen. Hansi Enzensberger war mit seiner Hammond (Baujahr 1965) mit großem Leslie-Lautsprecher angereist. Er zeigte auf der Orgel wie auch am Flügel tolle Improvisationen.
Thomas Häfner an der Gitarre und Thomas Roth am Saxophon begleiteten harmonisch und dezent die Balladen von Adriano und bestachen bei ihren Solis durch hohe Kreativität und Spielkunst. Nach den Titeln "Loving you is wrong", "I feel you" und "Let's stay together", welche Adriano wie gewohnt mit vollem Stimm- und Körpereinsatz vortrug, ging es unter rauschendem Beifall in die Pause.
Boogie&Woogie Piano am silbernen Sauter-Flügel spielte Lutz König in der Pause im Nebensaal. Eine tolle Blues-Jam-Einlage von special guest Eduard Mendelson und Bühnen-Stammpianist Daniel Schulz auf der Hammond zusammen mit der Rhythmus-Gruppe der Band, eröffnete den zweiten Teil des Konzertes.
Dann folgten die Titel "I believe to my soul", "Signed sealed delivered" und "Work to do".
Adrianos geniale Singkunst wurde nochmal deutlich, als er im Solo - nur mit perfekter Flügelbegleitung durch Hansi Enzensberger - den Titel "How come you dont call me" von Prince vortrug.
Bei den mitreißenden Rhytmus-Titeln von James Brown, "I feel good" und "sex machine" als Zugabe von Adriano originalgetreu vorgetragen, ließen den Saal hochkochen und zum
Tanzen bringen.
"Cool down" am Barflügel war dann ab 23 Uhr angesagt. Daniel Schulz, Lutz König, später dann auch die Musiker Adriano, Hansi Enzenberger, Thomas Roth und Peter Kleinhenz spielten bis weit nach 24 Uhr Blues, Boogie&Woogie und Jazz-Standards.
red