Der Sonntag wurde für acht Jugendliche der Evangelisch-Lutherischen Pfarrei Unterrodach zum unvergesslichen Erlebnis. In einem sonnenverwöhnten Open-Air-Gottesdienst im Garten des "Hauses Miteinander" bekräftigten sie ihren Glauben und traten erstmals an den Tisch des Herrn.

Zelebriert wurde der fröhlich-lebendige Festgottesdienst von Pfarrer Andreas Krauter. Dieser stellte seine Predigt unter die provokante Aussage "Gott kann aus unserem Mist immer noch Dünger machen" - ein spitzzüngiger Spruch, niedergeschrieben auf einem - von den Unterrodacher Konfirmanden gestalteten Transparent, mit dem sie als lustige Truppe beim Wallenfelser Faschingsumzug durch die Stadt gezogen waren. "Mist gibt es immer wieder im Leben", bekundete der Pfarrer. "Gott kann aus unserem Mist immer noch Dünger machen. Dünger wohldosiert auf das Feld ausgebracht, fördert das Wachsen und Gedeihen der Pflanzen. Hier ist der Mist dann doch sinnvoll und gut zu gebrauchen", appellierte der Pfarrer.

Die Bibel nenne den Mist unseres Lebens Sünde. Alles, was uns im Leben einschränke und hindere. Alles ist Mist, alles Sünde, was das Miteinander mit Gott und dem Nächsten und uns selbst behindere. Diesen Mist wolle Gott in Dünger verwandeln, indem er uns die Last von den Schultern nehme. "Wir dürfen unseren Mist bei ihm abladen. Er macht uns frei; er vergibt uns. Wir nennen das Beichte", verdeutlichte der Pfarrer. Bewusst für ein Leben nach Christi Vorbild entschieden sich: Laureen Kuhnlein, Emely Becker, Felix Hamburg, Lucas Herbst, Finn Holzmann, Lukas Kleylein-Sohn, Paul Klinger und Leo Gareis. hs