"Es ist ganz, ganz schade, dass niemand von den Mitgliedern, teils entschuldigt, heute gekommen ist, die für 20/25/30 Jahre Treue zum Marienverein geehrt werden sollten", bedauerte Vorsitzende Sabine Wank bei der Hauptversammlung. Diese Enttäuschung teilten spontan alle "Mariechen" im evangelischen Gemeindehaus unüberhörbar. Immerhin zählen Ehrungen zum besonderen Höhepunkt der Versammlung, was in der Gemeinschaft des Vereins stets liebevoll gewürdigt wird. Ehrungen waren vorbereitet für Claudia Leipold, Horst Oehme, Harry Schwesinger (25 Jahre) sowie für Gabriele Schneider und Gisela Dorschner für eine 30-jährige Mitgliedschaft. Im Rückblick nannte Vorsitzende Wank die vierteljährlichen Vorstandssitzungen sowie die geselligen Termine (Muttertagsfahrt, Waldbühne Heldritt, Oktoberfest, Seniorennachmittag, ein Wohlfühl-Nachmittag, Adventsfeier, Geburtstagsbesuche, Fasching). Wank dankte allen, die zum Gelingen all dieser Veranstaltungen beitrugen. Bürgermeister Udo Döhler (UBV) und Zweiter Bürgermeister Stephan Valtin (UBV) zeigten sich beeindruckt vom attraktiven Jahresprogramm. Es biete Menschen Abwechslung und Freude im Alltag. Möge "junges Blut" nachkommen, wünschte Döhler und bat um rege Mitgliederwerbung.

Udo Döhler informierte aus dem Gemeindegeschehen und berichtete von der Seniorenarbeit. Die ehemalige Vorsitzende des Marienvereins, Rottraud Lindner, sei als Seniorenbeauftragte der Gemeinde der Ansprechpartner. Neu seien Sprechstunden für pflegende Angehörige, die jetzt jeden dritten Montag im Monat von der Awo angeboten werden. Anmelden sind erforderlich und möglich unter Telefon 09561/5126333 oder per E-Mail an awo.treff.coburg@awo-ofr-mfr.de Die Mitarbeiterin der Fachstelle komme nur, wenn entsprechende Anmeldungen vorlägen. Ferner sei Herold Thomä (Telefon 09561/60660) als ehrenamtlicher Wohnraumberater für Senioren tätig. Er berate kostenlos, wie eine Wohnung senioren- und altersgerecht umgebaut werden kann, um auch im Alter dort zurechtzukommen. Für den 23. Mai habe Lindner einen Rollator-Kurs organisiert, sagte Döhler. Dabei werde die richtige Handhabung gezeigt. Döhler erinnerte auch daran, das Angebot der häuslichen Hilfen im Ort zu nutzen.

Das Rathaus werde instandgesetzt und werde barrierefrei zu erreichen sein. Das ehemalige katholische Gemeindehaus werde jetzt zum Bürgerhaus umgebaut. "Die Sache kostet immerhin 2,7 Millionen. Der Freistaat Bayern und der Bund tragen davon 1,72 Millionen", ließ Döhler wissen. In diesem Haus werde ein Galileo-Raum mit einem Galileo-Gerät sein. Das Haus solle ein Treff für alle werden, unabhängig von religiösen Ausrichtungen. Geplant sei auch, die Bushaltestellen (am Real-Markt) behindertengerecht auszubauen. "Leider suchen immer weniger Menschen den Kontakt zu den Vereinen und Veranstaltungen. Viele bleiben lieber für sich und wollen nicht am Gemeinschaftsleben teilnehmen, was zunehmend zu einer sozialen Vereinsamung führt", sagte Vorsitzende Wank. M. von Nida