Auch ohne persönlichen Kontakt lässt es sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nicht nehmen, besondere Hingabe und außergewöhnliches Engagement verdienter Persönlichkeiten zu würdigen. Nur eben digital, weil eine persönliche Übergabe "aufgrund besonders gebotener Umsicht und Vorsicht" unmöglich geworden sei, wie es Söder in einer Pressemitteilung formulierte. Der Landeschef ehrt die beiden Vorsitzenden des Allgemeinen Sportvereins (ASV) Weisendorf, Walter Mayer und Norbert Kreiner, für ihre besondere Hingabe für den Verein.

Uneigennütziger Dienst

Das verliehene Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ist eine besondere Anerkennung für mindestens 15 Jahre umfassende, hervorragende Leistungen von Bürgern, die sich uneigennützig in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Bei Mayer und Kreiner sind es bereits 25 Jahre, die sie für den ASV da sind. Laut Angaben der bayerischen Staatsregierung wird die Auszeichnung verliehen, "um die besondere Bedeutung einer ehrenamtlichen Tätigkeit im örtlichen Bereich für eine lebendige und soziale Gesellschaft hervorzuheben und das Bewusstsein für Gemeinsinn und Solidarität zu stärken, zu fördern und zu beleben."

Viel mehr als die Pflicht

Sowohl Walter Mayer als auch Norbert Kreiner haben jahrelang viel freie Zeit und persönlichen Einsatz beim ASV Weisendorf dem Wohl der Allgemeinheit geopfert. "Beide sind immer zur Stelle, wenn sie gebraucht werden und tun viel mehr, als es ihre Pflicht wäre. Und das alles, ohne eine Gegenleistung zu erwarten", erklärt Söder in der Mitteilung der Staatsregierung.

Abschließend heißt es in der Laudatio: "Bereichern Sie bitte auch weiterhin mit ihrer wertvollen Tätigkeit das gesellschaftliche Leben im Freistaat und setzen sie sich für die Menschen in ihrer Heimat ein." Hierfür wünscht der Ministerpräsident Söder alles Gute und bedankt sich noch einmal herzlich bei Mayer und Kreiner.

Mit der digitalen Überreichung ist es aber noch nicht getan. Söder lädt die beiden Urkundenträger persönlich ein. "Vielleicht ergibt sich im Jahr 2021 bei einem Empfang die Möglichkeit auf ein persönliches Zusammentreffen", erklärt er abschließend.

Andreas Hofbauer