In der Grundschule herrscht Trauer. Mehrere Experten sind immer noch im Einsatz, um die rund 180 Schüler in diesen Momenten zu begleiten.
Der Rektor der Bibertgrundschule bei Zirndorf, Ralph Kröner, ist am vergangenen Samstag (18. Juli 2026) bei einem Unfall ums Leben gekommen. Wie der fachliche Leiter der Staatlichen Schulämter in der Stadt und im Landkreis Fürth, Dr. Wilfried Brehm, im Gespräch mit inFranken.de berichtet, habe Kröner auf einer Bergtour in Österreich einen Klettersteig erklommen.
Dabei sei ihm schwindelig geworden und er sei abgestürzt. Das Schulamt habe am Tag darauf von dem Unglück erfahren. "Wir mussten erst einmal unseren eigenen Schock überwinden", erklärt Brehm.
Experten betreuen Kinder an Bibertgrundschule bei Zirndorf
Danach hätten er und seine Mitarbeiter versucht, irgendwie den Unterricht für den nächsten Tag zu organisieren. Noch am Sonntagnachmittag sei das Kollegium, gemeinsam mit einem Kriseninterventionsteam, zusammengerufen worden. "Das war eine tränenreiche Veranstaltung." Gemeinsam wurde besprochen "wie wir am Montagfrüh vorgehen". Auch bei einem Unfall gestorben ist kürzlich eine 18-jährige Schauspielerin. Bereits Anfang Juli trauerte Zirndorf außerdem bereits um einen langjährigen Stadtrat und Kommunalpolitiker.
Vor Ort waren am Montag (20. Juli 2026), so Brehm, ein Kriseninterventionsteam, bestehend aus Schulpsychologen, sowie die Schulrätin und der Elternbeirat, um die Kinder in der Situation und als Gesprächspartner zu begleiten. Auch einen Trauerraum habe es gegeben, in dem Schüler die Möglichkeit hatten, Bilder und Briefe abzulegen.
Das Kriseninterventionsteam ist (Stand Mittwoch, 22. Juli 2026) immer noch vor Ort. Der Leiter des Staatlichen Schulamts betont: "Es ist so lange hier, wie es gebraucht wird." Die Trauer, so Brehm, komme bei den Kindern phasenweise. Ein Psychologe habe ihm gesagt, "Kinder springen in die Trauerpfütze hinein und dann auch wieder heraus – anders als Erwachsene."
Schock auch im Kollegium – Kröner sei mit allen gut klargekommen
Auch das Kollegium sei "erschüttert". Es herrsche dort eine familiäre Atmosphäre. "Ich wüsste nicht, dass er mal mit jemandem nicht ausgekommen wäre", sagt Wilfried Brehm, der Ralph Kröner persönlich kannte.
"Der Schockzustand und der Schmerz über den Verlust, sind das eine", so der Schulamtsleiter. "Zu organisieren, wie es jetzt weitergeht, ist das andere."