Am Samstagabend wurde der Polizei im Kreis Fürth eine Gruppe von Sprayern gemeldet. Die Tatverdächtigen konnten zunächst flüchten, doch nach und nach kamen ihnen die Beamten auf die Schliche.
Die Polizei erwischte am Wochenende auf frischer Tat eine fünfköpfige Gruppe, die gerade ein Windrad in Veitsbronn im Kreis Fürth besprüht hatte. In der Folge kam es zu einer großangelegten Verfolgungsjagd, bei der sogar eine Drohne zum Einsatz kam.
Wie die Polizei in einer aktuellen Mitteilung berichtet, ging am Samstag (8. August 2026) gegen 20 Uhr ein Notruf bei der Polizei ein, der sie über die Anwesenheit der Sprayer in der Seckendorfer Straße informierte. Die Anruferin hatte fünf Personen dabei beobachtet, wie sie sich verdächtig umsahen und sich unter dem Windrad verteilten.
Polizei jagt Sprayergruppe in Veitsbronn
Eine der Personen versuchte mittels eines Werkzeugs erfolglos, die Tür zu öffnen, um im Windrad nach oben zu gelangen. Im Anschluss gelang es der Zeugin dann, zwei Personen beim Besprühen des Windrads zu filmen. Insgesamt besprühten die Tatverdächtigen mehrere Quadratmeter Fläche. Erst nach Eintreffen der alarmierten Streife stellte die Gruppe ihr Vorgehen ein und flüchtete in südliche Richtung, wobei sie einen Rucksack mit Spraydosen und Werkzeug zurückließen.
Einer der Beschuldigten, ein 16-jähriger Deutscher, konnte nach einer Verfolgungsjagd in einem nahegelegenen Maisfeld eingeholt und gestellt werden. Auf der Flucht hatte der Jugendliche noch weitere Spraydosen weggeworfen. Gegenüber den Beamten distanzierte sich der Tatverdächtige vom Tatvorwurf - und das, obwohl er noch frische Farbe an den Händen hatte. Da die anderen Täter weiterhin flüchtig waren, umstellten die Polizisten das Maisfeld und ließen eine Drohne aufsteigen.
Erst nach Androhung, den Diensthund zur Absuche ins Feld zu lassen, stellte sich ein weiterer Tatverdächtiger, ein Deutscher im Alter von 23 Jahren. Ausgerechnet bei der Durchsuchung des 23-Jährigen klingelte dessen Handy. Anhand der angezeigten Rufnummer gelang es, die Identität eines weiteren Tatverdächtigen festzustellen. Im Rucksack des jungen Mannes stellten die Beamten ein Skizzenbuch mit Graffiti-Tags sicher.
Weiterer Tatverdächtiger an Bahnhof festgenommen
Da die Gruppe nach ersten Ermittlungen nicht ortsansässig war, wurde der Bahnhof Siegelsdorf im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen überprüft. Hier konnte ein weiterer Tatverdächtiger, ein 19-jähriger Deutscher, festgenommen werden. Die Beamten nahmen die Beschuldigten mit zur Dienststelle, wo sie bei zwei Personen eine erkennungsdienstliche Behandlung durchführten.
Bei dem 23-Jährigen ordnete die Staatsanwaltschaft die Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten an, da dieser über keinen festen Wohnsitz verfügt. Den 16-jährigen Beschuldigten übergaben die Beamten an dessen Mutter. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Zirndorf. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung durch Graffiti gegen die Gruppe ein.