Nach den Geldautomatensprengungen in Abtswind und Cadolzburg hat das Bayerische Landeskriminalamt einen Aufruf an die Bevölkerung gestartet. Dies soll helfen, die Täter schneller zu schnappen.
- Geldautomatensprenger in Franken: LKA mit Aufruf an Bevölkerung
- Zwei Sprengungen in der ersten Septemberwoche in Abtswind und Cadolzburg
- "Zwingend Abstand nehmen": Warnung - das sollten Zeugen niemals tun
- "Zögern Sie nicht": Ermittler rufen zu schnellem Handeln auf
Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) hat nach den jüngsten Geldautomatensprengungen in Franken Tipps zum richtigen Verhalten für die Bevölkerung veröffentlicht. Die Bekämpfung des Phänomens stelle für die Behörde "weiterhin einen besonderen Arbeitsschwerpunkt dar", heißt es in einer Pressemitteilung. So geschickt gehen die Kriminellen bei der Flucht vor - und darum ist Franken für Sprengungen so beliebt.
"Zeit entscheidender Faktor": Gefährliche Automatensprenger in Franken - so sollten sich Zeugen verhalten
"Die Geldautomatensprengungen am Montag, 04.09.2023, in Abtswind und am Mittwoch, 06.09.2023, in Cadolzburg zum Anlass nehmend, bitten wir die Bevölkerung, verdächtige Wahrnehmungen im Umfeld von Banken frühzeitig der Polizei zu melden und von einer Ansprache der Täter vor Ort zwingend Abstand zu nehmen", warnen die Ermittler. In Abtswind stellte ein Anwohner die Automatensprenger zur Rede. Die Gefährlichkeit für Unbeteiligte begründe sich aus "bisherigen Ermittlungen gegen Täter dieses Phänomens", so das LKA.
Diese zeigten "in ihrem Tatverhalten wenig Skrupel" und schreckten nicht vor körperlichen Angriffen zurück, erklärt die Behörde. "Die Täter führen Sprengstoff in sehr gefährlichen Mengen mit. Bei der Fahndung beziehungsweise den Ermittlungen nach Geldautomatensprengern ist Zeit ein entscheidender Faktor." Aus diesem Grund bitte man die Bevölkerung, "bei verdächtigen Wahrnehmungen, insbesondere im unmittelbaren Umfeld von Banken, sofort die Polizei zu verständigen", heißt es weiter. "Zögern Sie bei entsprechenden Feststellungen nicht, die 110 anzurufen."
Zudem gebe es "für eine möglichst frühzeitige Gewinnung von Hinweisen nach der Sprengung eines Geldautomaten" einen Zeugenaufruf durch das BLKA. In diesem werde die Bevölkerung um mögliche Hinweise gebeten, die zur Ergreifung der Kriminellen führen sollen. "Jeder Hinweis, jede Wahrnehmung, ob persönlich, per Foto oder Video, kann hierbei von Bedeutung sein! Wir bedanken uns bei allen Mitteilerinnen und Mitteilern, die uns dabei helfen, den Tätern noch schneller habhaft zu werden", so das LKA. Hinweise nehme das Bayerische Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 089/12120 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen, heißt es. Weitere Nachrichten aus Franken findet ihr hier.
Die einfachste Lösung wäre doch, dass die Banknoten bei Sprengung eingefärbt und damit unbrauchbar gemacht würden; was den Banken und Sparkassen offenbar zu teuer erscheint und so entfernt man lieber die Geldautomaten ganz.
Das Problem ist das vor dem Geldautomaten im Freien keine Kameras installiert werden dürfen bzw. das an hohe Hürden gebunden ist in Deutschland, man verliert dadurch wichtige Erkenntnisse zu Aussehen der Täter, Fluchtwagen etc. Wenn man erlauben würde das bestimmte sensible Bereiche außerhalb der Bank zu festgelegten Zeiten videoüberwacht werden dürften, würde das die Aufklärungsquote erhöhen und die Risikobereitschaft der Täter mindern meiner Meinung nach.