Telefonbetrug in Oberfranken: Polizei warnt spezielle Bevölkerungsgruppe

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Telefonbetrug in Oberfranken: Täter haben spezielle Gruppe im Visier
Gleich drei oberfränkische Senioren gerieten am Dienstag ins Visier von Betrügern. (Symbolbild)
Telefonbetrug, Betrüger (Symbolbild)
KI-generiertes Symbolbild / Gemini

Trickbetrüger haben in Oberfranken mehrere ältere Menschen um hohe Geldbeträge gebracht. Besonders eine besondere Gruppe ist laut Polizei derzeit gefährdet.

Aktuell treiben in Oberfranken dreiste Trickbetrüger ihr Unwesen, die am Dienstag gleich drei Senioren aus den Landkreisen Hof, Kulmbach und Bayreuth um ihr Erspartes gebracht haben. Dies berichtet die Polizei.

Die Masche der Verbrecher ist altbekannt, aktuell haben sie es aber offensichtlich auf eine spezielle Zielgruppe abgesehen. Das Polizeipräsidium Oberfranken spricht eine eindringliche Warnung aus.

Callcenterbetrug in Oberfranken - Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung

Gegen 11 Uhr riefen die Betrüger zunächst bei einer älteren Frau aus dem Landkreis Hof an. Der Dame wurde eröffnet, dass ihr Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und dass zur Abwendung einer vermeintlichen Haft eine hohe Kaution gefordert sei. Die Täter setzten die Seniorin fortlaufend unter Druck, bis diese nachgab. An ihrem Gartenzaun übergab die Deutsche schließlich  einen niedrigen sechsstelligen Bargeldbetrag an einen unbekannten Abholer, der sich daraufhin entfernte. Die Hofer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die im Bereich der Köditzer Uferstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, unter der Telefonnummer 09281/7040 Meldung an die Kripo zu machen.

 

Es sollte nicht der letzte Callcenterbetrug an diesem Tag bleiben, denn am frühen Nachmittag riefen unbekannte Callcenterbetrüger bei einem älteren Mann aus Kulmbach an. Die Täter kommunizierten ausschließlich in russischer Sprache mit dem Senior und tischten ihm eine Geschichte über einen angeblich schweren Verkehrsunfall seiner Tochter auf. Wenig später übergab der Deutsche an seiner Haustür einen mittleren fünfstelligen Betrag an einen Abholer. Die Kriminalpolizei Bayreuth ermittelt und sucht Zeugen, die in der Reichenberger Straße im Ortsteil Seidenhof zwischen 13 und 14.30 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Erreichbar sind die Beamten unter der Telefonnummer 0921/506-0. Den männlichen Abholer beschreibt die Polizei wie folgt: 

  • circa 30 bis 35 Jahre alt
  • etwa 160 cm groß
  • schlanke Statur
  • bekleidet mit einem weißen T-Shirt und schwarzer Hose

Mit der gleichen Masche kontaktierten unbekannte Täter gegen 14.30 Uhr telefonisch einen älteren Mann aus Pegnitz. Auch hier täuschten die Betrüger in russischer Sprache einen schweren Verkehrsunfall vor, den die Tochter des Mannes verursacht habe. Als scheinbare Kaution übergab der Deutsche an seiner Haustür einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag an einen circa 18- bis 20-jährigen Abholer, der dann über die Roseggerstraße das Weite suchte. Die Kriminalpolizei Bayreuth nimmt Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 0921/506-0 entgegen.

Polizei richtet Warnung an russischsprachige Bevölkerung

Mit Blick auf eine auffällige Häufung russischsprachiger Betrugsopfer in den vergangenen Tagen richtet die Polizei Oberfranken nun einen Warnhinweis speziell an diese Bevölkerungsgruppe. Einen Flyer mit wichtigen Infos zum Betrugsphänomen in deutscher und russischer Sprache hat die Polizei auf ihrer Website sowie in den sozialen Medien veröffentlicht.