Über 30 Schockanrufe an einem Tag in Oberfranken - hier liegt der Schwerpunkt

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Mehr als 30 betrügerische Telefonanrufe beschäftigen derzeit die Polizei Oberfranken. Gefährlich sind die vielen Tricks, mit denen die Täter an Geld oder Daten gelangen wollen.

Am Montag (21. September 2026) gab es in Oberfranken nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei mehr als 30 betrügerische Telefonanrufe. Ein Schwerpunkt lag bis 14.45 Uhr in der Stadt und im Landkreis Hof sowie im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, teilt die Polizei Oberfranken mit. Auch andere Teile Oberfrankens sind betroffen. Die Polizei warnt vor den unterschiedlichen Maschen der Betrüger.

"Bei einer derzeit häufig auftretenden Variante geben die Anrufer vor, dass ein naher Angehöriger schwer erkrankt sei und dringend Geld für eine medizinische Behandlung benötige. Dabei ist beispielsweise von einer notwendigen Chemotherapie in der Schweiz die Rede", heißt es in der Mitteilung. Vermeintlich in Not, versuchen die Täter, ihre Opfer unter Druck zu setzen und zur Übergabe oder Überweisung von Geld zu bewegen.

Polizei Oberfranken zu Telefonbetrug: Geschichten werden laufend angepasst

Kürzlich warnten Bamberger Anwohner ihre Mitbürger erst vor einer Masche, bei der Täter an der Haustür eine Notlage vortäuschten. Daneben gibt es weiterhin andere bekannte Betrugsmaschen. Anrufer geben sich zum Beispiel als Bankmitarbeiter aus und behaupten, die Bankkarte des Angerufenen sei nach einem angeblichen Verlust gesperrt worden.

Die Betrüger wollen so an persönliche Daten, Bankinformationen, Zugangsdaten oder die Bankkarte ihrer Opfer gelangen. Die Geschichten dieser Täter werden laut Polizei Oberfranken ständig angepasst. Oft setzen sie ihre Opfer gezielt unter Zeitdruck, damit diese unüberlegt handeln. Manche durchschauen glücklicherweise den Versuch. Ein Forchheimer Senior drehte im Juni den Spieß um.

Auch wenn die Geschichte am Telefon anders klingt als in den genannten Beispielen, sollte man bei unerwarteten Geldforderungen oder der Aufforderung zur Herausgabe von persönlichen Daten immer besonders vorsichtig sein.

"Niemals": Was die oberfränkische Polizei rät

  • Lasst euch am Telefon nicht unter Druck setzen und beendet im Zweifel das Gespräch.
  • Gebt niemals Auskunft über eure finanziellen Verhältnisse, Bargeld, Wertgegenstände oder Bankdaten.
  • Überweist aufgrund eines solchen Anrufs kein Geld und übergebt niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Polizei, Staatsanwaltschaft und andere Behörden fordern am Telefon niemals die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zur Verwahrung.
  • Gebt keine PIN, TAN, Passwörter oder sonstigen Zugangsdaten weiter. Auch Bankmitarbeiter fragen solche Daten nicht telefonisch ab.
  • Kontaktiert Angehörige, um angebliche Notlagen über eine euch bekannte Telefonnummer selbst zu überprüfen.
  • Ruft im Zweifel die örtliche Polizeidienststelle oder den Polizeinotruf 110 an. Nutzt hierfür nicht die Rückruffunktion und keine Telefonnummer, die euch der Anrufer genannt hat.
  • Sprecht insbesondere mit älteren Angehörigen und Bekannten über die verschiedenen Betrugsmaschen.

"Auch wenn eine Telefonnummer der Polizei, einer Bank oder einer anderen vertrauenswürdigen Stelle im Display erscheint, ist Vorsicht geboten. Die angezeigten Telefonnummern können technisch manipuliert werden", lautet die Warnung weiter. "Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und die Polizei verständigen. Wer bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben oder sensible Bankdaten preisgegeben hat, sollte sich umgehend an die Polizei und gegebenenfalls an seine Bank wenden."

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Vorschaubild: © Wolf von Dewitz/dpa-Zentralbild/dpa