Stellen Sie sich bitte folgendes Szenario vor: Bei einer Wahl dürften 100 Menschen ihre Stimme abgeben, 75 gehen hin, von denen drei eine Partei mit menschenverachtenden Grundzügen wählen. Das ergäbe ein Wahlergebnis von vier Prozent. Gingen aber nur 50 Menschen an die Urne, von denen ebenfalls drei diese Partei wählten, läge das Ergebnis bereits bei sechs Prozent. An diesem einfachen Rechenbeispiel lässt sich gut erkennen, warum es gefährlicher Nonsens ist, nicht wählen zu gehen, weil es angeblich "nichts bringt". Bei der letzten Europawahl 2014 war es nicht einmal jeder Zweite ... Das kann doch nicht wahr sein!

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Wer sein Europa - wie auch immer das aussehen soll - mitgestalten möchte, muss bis Sonntag seine Stimme abgeben. Es steht viel auf dem Spiel. Schon jetzt kriselt es in der kontinentalen Werte- und Solidargemeinschaft. Überlassen wir den reaktionär-rückschrittlichen Populismusparteien das Sagen in den EU-Gremien, hat die Idee "Europa" langfristig keine Chance. Das wäre fatal. Die Politiker und Wirtschaftsmächtigen der EU-Länder sind aufgerufen, ihren Beitrag für eine stabile Europäische Union zu leisten. Einfordern müssen das aber wir Bürger: Unsere Stunde schlägt am 26. Mai.

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