Es wird noch einmal richtig heiß in Franken. Eine Kaltfront erhöht dann jedoch das Gewitterpotenzial.
Am Donnerstag (30. Juli 2026) erwartet der Wetterexperte Stefan Ochs für die Region einen sonnigen Tag mit Höchsttemperaturen von bis zu 37 bis 38 Grad. Während es bei uns heiß bleibt, kündigen sich über Ostfrankreich dagegen deutlich kühlere Bedingungen an. Dort ist es laut Ochs bedeckt und örtlich regnerisch bei nur rund 22 Grad. Diese kühle Luft werde sich am Abend bodennah ostwärts ausbreiten und in Form einer Druckwelle zwischen 18 und 20 Uhr Franken erreichen.
"Es ziehen dabei Wolken auf und der Nordwestwind ist in Böen stürmisch (Beaufort 8)", erläutert der Wetterochs. Einzelne Gewitter könnten sich dabei vor allem entlang des Mains entwickeln; sie könnten auch Sturmböen (Beaufort 9 bis 10) mit sich bringen. Ochs ergänzt, dass auch im weiteren Verlauf des Abends und am Freitagmorgen örtliche Gewitter nicht ausgeschlossen seien, dann aber mit weniger starkem Wind.
Sommerliche Tage in Franken - Gewitter möglich
Für den Freitag rechnet der Wetterochs wieder mit heißem Wetter: Bei Sonnenschein steigen die Temperaturen demnach erneut auf 35 bis 36 Grad. Am späten Nachmittag nähere sich aus Nordwesten eine Kaltfront, die Bedingungen für kräftige Gewitter könnten dann günstig sein. Allerdings gebe es noch Unsicherheiten, da die Ergebnisse der hochauflösenden Wettermodelle derzeit noch fehlten.
Die Prognose für Samstag sieht Ochs differenziert: Abhängig von der Bewölkung kann es entweder mit mehr Schauern bei 27 Grad kühler bleiben oder bei mehr Sonne auf bis zu 31 Grad steigen, dann aber mit kräftigen Gewittern. Auch für Sonntag und Montag zeichnet der Wetterexperte eine sommerliche Wetterlage: Vielerorts sei mit Sonnenschein und Temperaturen von maximal 32 beziehungsweise 36 Grad zu rechnen, wobei Gewitter jeweils möglich blieben.
Ab Samstag werde es insgesamt schwül mit Taupunkten nahe 18 Grad, berichtet Ochs. In den Nächten sinken die Temperaturen generell nur auf etwa 18 Grad ab. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Laufe der kommenden Woche zeigt sich der Wetterexperte noch zurückhaltend: Zwar gebe es eine Tendenz zu sinkenden Temperaturen, diese Entwicklung sei jedoch angesichts der großen Streuung in den Vorhersageergebnissen noch mit Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der Trockenheit durch die Hitze sollen laut der Deutschen Presse-Agentur in Oberfranken und Unterfranken in den kommenden Tagen Beobachtungsflüge starten.
Zu trocken, zu heiß, zu sonnig: die Juli-Bilanz
Der Juli ist nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der fünfte Monat in Folge, der deutlich sonniger ausfällt als im vieljährigen Mittel. "Der Monat war vergleichsweise niederschlagsarm, die Sonnenscheindauer ist überdurchschnittlich hoch", schreibt der Wetterdienst in Offenbach. Weitere Details gibt er im Laufe des Tages in seiner Juli-Bilanz bekannt.
Zum Monatsende wird es am Donnerstag in Deutschland noch einmal richtig heiß. Die Meteorologen erwarten im Tagesverlauf bis zu 39 Grad – das dürfte der Spitzenwert in der aktuellen Hitzewelle werden. Ein Rekord wie Ende Juni wird nicht erwartet. Allerdings drohen wieder heftige Gewitter. Im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990 sei der Juli wärmer gewesen, hieß es. "Nach derzeitigem Stand und unter Berücksichtigung der aktuellen Prognosen wird sich der Monat voraussichtlich unter den 10 wärmsten Juli-Monaten einreihen."
Den bislang wärmsten Juni gab es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes 2006 mit im Mittel 22 Grad. Im vergangenen Jahr lag der Wert bei 18,4 Grad. In der Referenzperiode lag das Juli-Mittel bei 16,9 Grad. Bereits der Juni 2026 war nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes der zweitwärmste Juni gewesen, den es jemals gab. Die Temperatur habe im Mittel bei 19,5 Grad gelegen, teilte der DWD in einer vorläufigen Auswertung damals mit. Nur 2019 sei es mit im Schnitt 19,8 Grad noch wärmer gewesen.
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