In gleich mehreren Städten in Oberfranken kam es innerhalb einer Nacht zu Beschädigungen von Wahlplakaten. Trotz der Häufigkeit geht die Polizei nicht von einem Zusammenhang aus.
Wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtet, wurden im Vorfeld der bayrischen Landtagswahl in ganz Oberfranken mehrere Wahlplakate beschädigt.
In der Nacht von Montag (04. September 2023) auf Dienstag (05. September) waren dabei mehrere Städte von Vandalismus betroffen. In Höchstädt im Fichtelgebirge wurden so mehrere Wahlplakate "mit Beleidigungen besprüht". Zwei weitere wurden zudem heruntergerissen. Die Kriminalpolizei Hof hat hier die Ermittlungen aufgenommen.
Wahlplakate in Oberfranken beschmiert, zerstört und angezündet
Auch in Coburg kam es zu Beschädigungen: Anwohner meldeten gegen Mitternacht randalierende Jugendliche in der "Mohrenstraße", nahe dem Landratsamt. Beim Eintreffen der Polizei fehlte von den Störenfrieden zwar jede Spur, allerdings fanden die Beamten ein heruntergerissenes Plakat der Partei ÖDP, weswegen die Kripo Coburg jetzt ermittelt. Erst vor wenigen Tagen wurde bereits ein Coburger Parteibüro beschmiert.
Der "Höhepunkt" der Nacht ereignete sich auf dem "Wittelsbacher Ring" in Bayreuth: Gegen 23.30 Uhr meldete eine Passantin dort ein brennendes Wahlplakat der FDP. Eine Polizeistreife konnte das Feuer anschließend schnell löschen. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern blieb allerdings ohne Erfolg, weswegen die Kripo Bayreuth den Fall übernommen hat. Diese beschäftigt sich ebenfalls mit Schmierereien in Kulmbach. Dort versahen unbekannte Täter mehrere Wahlplakate auf der "Berliner Brücke" unter anderem mit Hakenkreuzen.
Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 1000 Euro. Die ermittelnden Kriminalpolizeiinspektionen suchen nun Zeugenhinweise, welche bei jeder Dienststelle aufgegeben werden. Aktuell wird nicht von einem Zusammenhang der einzelnen Taten ausgegangen.
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