Streiks im Öffentlichen Nahverkehr in Franken angekündigt: Die Gewerkschaft Verdi hat Busfahrer in ganz Bayern zum Streik aufgerufen. Sie fordern mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten - doch der Landesverband Bayerischer Busunternehmen (LBO) weigert sich ein Angebot vorzulegen.

"Übersetzt heißt das: Sie bieten nichts", so Silke Vorpahl, die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft. Am Freitag (25.09.2020) sollen die Busfahrer mehrere Beitriebe daher ihre Arbeit niederlegen.

Streiks angekündigt: Hier in Franken bleiben die Busse stehen

In Franken sind die folgenden Städte betroffen:

  • Aschaffenburg (Stadtverkehr Aschaffenburg GmbH)
  • Coburg (SÜC Bus und Aquaria)
  • Würzburg (NVG Omnibus-Betriebs-GmbH)

In Aschaffenburg sowie bei der SÜC in Coburg handelt es sich um sogenannte Solidaritätsstreiks. Hier werden ein Teil oder alle Mitarbeiter nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes und damit besser bezahlt. Grundsätzlich geht es der Gewerkschaft auch darum, den Beruf Busfahrer wieder attraktiver zu machen. Besonders in Corona-Zeiten werde der Mangel an Fahrer immer deutlicher, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Insbesondere die Forderung nach mehr Schulbussen verschärft die Lage.

Die SÜC hatte den ersten Streik Anfang September kritisiert: Schon ein eingeschränkter Busbetrieb sei im Hinblick auf eine zu erwartende Überfüllung in den Bussen in Zeiten der Corona-Pandemie nicht zu verantworten. 

Neben den drei fränkischen Busunternehmen wurden auch Beschäftigte in Kaufbeuren, Freising und im Kreis Donau-Ries zum Streik aufgerufen.