Das Fränkische Seenland ist ein beliebtes Ausflugsziel in Mittelfranken. Es wurde einst künstlich geschaffen. Hier erfährst du mehr über die Hintergründe.
Die Seen des Fränkischen Seenlands wurden ursprünglich angelegt, um die Wasserversorgung in Nordbayern zu verbessern. Heute sind sie in Franken ein beliebtes Ausflugsziel und haben eine große Bedeutung für den Tourismus. Vor allem im Sommer zieht es zahlreiche Menschen an die Seen, die dort Entspannung suchen. Aber auch wer Abwechslung und Aktivitäten sucht, wird fündig: An den Ufern und auf dem Wasser wird häufig Sport getrieben.
Geografische Lage des Seenlands
Das Fränkische Seenland liegt in den Landkreisen Ansbach, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen. Die sieben Seen mit einer Wasserfläche von rund 20 km² findest du zwischen den Städten Schwabach, Hilpoltstein, Weißenburg und Ansbach. Im Zentrum des Fränkischen Seenlands liegen der Große und Kleine Brombachsee, wo laut unseren Lesern auch einer der schönsten fränkischen Campingplätze Frankens zu finden ist, und der Igelsbachsee.
Zusammen mit dem 20 Kilometer nordöstlich gelegenen Rothsee und dem rund 10 Kilometer westlich liegenden Altmühlsee zählen sie zu den bedeutsamsten Seen der Region. Diese liegt am Nordrand der Fränkischen Alb in einer von Sedimentgestein geprägten Region. Die Fränkische Alb gehört zur Europäischen Hauptwasserscheide, die das Altmühl- und Donautal vom Regnitz-Main-Gebiet trennt.
Noch vor etwa 50 Jahren herrschte hier größere Wasserarmut, da der Anschluss an die aus den Alpen gespeiste Donau fehlte. Die durch Talsperren künstlich geschaffenen Seen haben nicht nur für größere Wassersicherheit gesorgt, sondern auch ein Naherholungsgebiet geschaffen.
Entstehungsgeschichte der künstlichen Seenlandschaft
Schon 1942 gab es erste Planungen für künstliche Seen, mit dem Ziel, die Lebensqualität und Entwicklung des Ballungsraums Nürnberg zu verbessern. Konkreter wurde es erst 1964. Damals galt das Gebiet des heutigen Brombachsees als am besten für eine Talsperre geeignet. Der endgültige Entschluss des Bayerischen Landtags erfolgte am 19. Juli 1970.
Rund vier Jahre später wurde mit dem Bau des Überleiters begonnen. Erst am 20. Juli 2000, rund 25 Jahre nach Beginn des Projekts, wurde dieses mit der offiziellen Einweihung des großen Brombachsees durch Edmund Stoiber abgeschlossen. Zuvor waren schon einige der Seen ihrer Bestimmung übergeben. Die Wasserüberleitung begann 1993.
Für den Bau wurden etwa 2000 Hektar Landfläche in Straßen und Gewässer umgewandelt - mit besonderer Rücksicht auf den Naturschutz. Neben einer Vogelinsel im Altmühlsee entstanden viele Flachwasserzonen, um geeignete Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen.
Touristische Bedeutung des Fränkischen Seenlands
Die Region Fränkisches Seenland ist inzwischen viel mehr als ein Naherholungsgebiet. Sie hat eine überregionale touristische Bedeutung und ist heute beliebtes Fremdenverkehrsgebiet. In der Region um die Seen gibt es heute viele Hotels, Apartmentanlagen und Campingplätze, die besonders im Sommer gut gefüllt sind. Das Fränkische Seenland bekommt nun ein neues, exklusives Ferienresort auf dem Wasser mit Floating Homes.
Laut Donaukurier konnte das Fränkische Seenland 2023 ein Rekordjahr mit 1,32 gewerblichen Übernachtungen erzielen, was einer Steigerung von 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. 2022 konnte die Region wegen des warmen und sonnigen Sommers im Hinblick auf Übernachtungen an die Vor-Corona-Jahre anknüpfen.
Auf den Seen und um die einzelnen Seen herum gibt es ein breit gestreutes Angebot an Freizeitaktivitäten. Die Landkreise und Gemeinden haben sich in den vergangenen Jahren sehr darum bemüht, eine gute touristische Infrastruktur zu schaffen. Inzwischen gibt es in einem kleinen Radius Dutzende Freizeitangebote für Jung und Alt.
Baden, Angeln, Segeln, Radfahren, Wandern und Klettern sind nur einige der Angebote, die die Region bietet. Im Sommer ist natürlich Wassersport sehr beliebt. Bei guten Windbedingungen tummeln sich Menschen zum Segeln, Windsurfen und Kitesurfen auf den Seen.
Neben den vielen Angeboten in direkter Seenähe, gibt es auch, etwas entfernt, viele Dinge zu entdecken. Highlights sind das Bayerische Limes-Informationszentrum, das über die ehemalige Grenzbefestigung des Römischen Reiches aufklärt, und die Römerruine "Burgus" bei Burgsalach. Wenn du bei einem Urlaub in der Region noch mehr über das Fränkische Seenland erfahren möchtest, kannst du auch das Infozentrum Seenland in Pleinfeld besuchen.
Fazit - Fränkisches Seenland als touristisches Highlight in ganz Bayern
Das Fränkische Seenland ist eines der touristischen Highlights in ganz Bayern. Ursprünglich zur Verbesserung der Wasserwirtschaft geschaffen, ist die Region heute ein sehr bedeutendes Nah- und Fremdenverkehrsgebiet. Hier gibt es sehr viele Freizeitangebote und unzählige Unterkünfte für den kleinen und großen Geldbeutel. Auch für den Tagestourismus sind die Seen zu jeder Jahreszeit einen Abstecher wert.
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