Fränkische Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele, die nicht jeder kennt
Die Cadolzburg im oberfränkischen Landkreis Fürth war mehr als 200 Jahre lang ein bevorzugter Wohnsitz der fränkischen Hohenzollern.
Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
Fränkische Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele, die nicht jeder kennt
Die Burg Cadolzburg ist eines der kulturellen Highlights auf dem Radweg Hohenzollern. Im historischen Markt lassen sich bei einem kurzen Bummel viele schöne Ecken entdecken.
Julian Löhner / inFranken.de
Fränkische Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele, die nicht jeder kennt
Heute ist das Wasserschloss Mitwitz ein Ort für Kultur und Begegnung.
Verwaltungsgemeinschaft Mitwitz/pr
Fränkische Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele, die nicht jeder kennt
Die Riesenburg gehört zu den sehenswertesten Ausflugszielen in der Fränkischen Schweiz.
Frank Schneider
Fränkische Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele, die nicht jeder kennt
Die Riesenburg bei Wiesenttal im oberfränkischen Landkreis Forchheim ist keine Burg im klassischen Sinn, sondern eine Höhlenruine.
Sven Pfister/Adobe Stock (667109471)
Fränkische Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele, die nicht jeder kennt
Der "Fichtel-und-Sachs-Bunker" stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Heute findet man hinter den historischen Mauern das größte Museum für Luft-und Zivilschutz der 40er Jahre ...
Abseits der bekannten Spots gibt es in Franken zahlreiche Orte, die weniger bekannt, aber genauso sehenswert sind. Wir haben unsere Leser genau nach diesen gefragt.
Franken hat weit mehr zu bieten als die bekannten Touristenmagnete Vierzehnheiligen, den Bamberger Dom oder die Veste Coburg. In einer Leserumfrage wollten wir wissen, welche Sehenswürdigkeiten in der Region als echte Geheimtipps gelten. Die Rückmeldungen zeigen: Abseits der großen Attraktionen warten zahlreiche verborgene Schätze darauf, entdeckt zu werden.
Von historischen Burgen über beeindruckende Naturwunder bis zu außergewöhnlichen Museen reicht die Vielfalt der Empfehlungen. Die meistgenannten Geheimtipps unserer Leser stellen wir hier im Detail vor.
Kurpark Bad Berneck
Der historische Kurpark im oberfränkischen Bad Berneck verbindet Naturerlebnis, Erholung und Tradition auf besondere Weise. Vor allem im Sommer begeistert er mit seiner farbenprächtigen Bepflanzung. Mit zwei historischen Kolonnaden und einem Kioskhäuschen der Jahrhundertwende zeigt er zudem Beispiele der Bäderarchitektur.
Zugleich ist der Kurpark ein wichtiger Ort für Freizeit und Begegnung. Er dient als Naherholungsgebiet, ist Veranstaltungsort für das Sommerparkfest und die sonntäglichen Kolonnaden-Konzerte und zugleich ein erholsames Zentrum für Kneipp-Freunde und Gesundheitstouristen. Ein Kneipp-Lehrpfad mit historischer Kneippanlage, ein Minigolfplatz und ein Kinderspielplatz gehören zum Angebot.
Auch Natur und Umwelt spielen im Kurpark eine wichtige Rolle. Nachhaltig bepflanzte Areale, Totholzbereiche und die Flora-Fauna-Habitate der Berghänge machen den bewussten Umgang mit der Landschaft sichtbar. Ein Familien-Naturlehrpfad, ein Balancier-Pfad und ein Ziegengehege sorgen für abwechslungsreiche Erlebnisse. Noch mehr sehenswerte Parkanlagen in Franken finden sich in unserem Leser-Ranking.
Wasserschloss Mitwitz
Das Wasserschloss Mitwitz ist eine historische Schlossanlage mit Wurzeln bis in das 13. Jahrhundert. Seine heutige Gestalt erhielt das Ensemble Ende des 16. Jahrhunderts als Renaissancebau. Mit Vorburg, Hauptburg, Wassergräben, Ecktürmen sowie der Einbettung in eine Teich- und Parklandschaft vermittelt das Schloss ein geschlossenes historisches Gesamtbild.
Heute ist das Wasserschloss Mitwitz ein Ort für Kultur und Begegnung. Im Weißen Saal finden Trauungen, Tagungen und Konzerte statt. Darüber hinaus dient das Schloss als Veranstaltungsort für unterschiedliche kulturelle Anlässe. Schlossführungen geben Einblick in die Anlage, die museal genutzten Räume und in die privaten Räume der letzten Schlossbewohner.
Ergänzt wird das Angebot durch mehrere nutzbare Räume und die historische Parkanlage. Die Alte Reithalle, der Weiße Saal und die Kutscherstube können für verschiedene Anlässe genutzt werden. Der Schlosspark mit altem Baumbestand, blühenden Beeten, Skulpturen und Schlossteich prägt das Umfeld der Anlage und gehört ebenso zum Gesamtbild des Wasserschlosses Mitwitz.
Deutsches Bunkermuseum Schweinfurt
Im Deutschen Bunkermuseum in Schweinfurt steht der zivile Luftschutz im Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg im Mittelpunkt. Untergebracht ist es im Fichtel-und-Sachs-Bunker, einem Hochbunker aus dem Jahr 1941. Seit 2014 wird das Museum in diesem Gebäude betrieben und zeigt eine umfangreiche Sammlung zahlreicher originaler Ausstellungsstücke aus unterschiedlichen Bereichen des Luftschutzes und des Bunkeralltags.
Die Ausstellung ist thematisch gegliedert und umfasst unter anderem Bereiche wie Gasschutz, Lazarett, Gepäckraum, Kommunikation, Bunkerleben und Bunkertechnik. Hinzu kommen Blindgänger und Bombenreste aus den Luftangriffen auf Schweinfurt sowie rekonstruierten Absturzstellen mit Original-Wrackteilen deutscher Jagdflugzeuge und alliierter Bomber.
Besucht werden kann das Museum im Rahmen von Führungen für Gruppen ab zehn Teilnehmenden. Die Rundgänge dauern etwa 90 Minuten und führen durch das Gebäude mit insgesamt sechs Etagen. In Nürnberg öffnet ein anderer faszinierender Bunker im Juli für kurze Zeit seine Türen.
Burg Hoheneck bei Ipsheim
Die Burg Hoheneck thront malerisch über dem Ort Ipsheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Erstmals 1132 urkundlich erwähnt, blickt sie auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Sie wurde im Laufe der Zeit immer wieder zerstört und neu aufgebaut.
Die mittelalterliche Burg liegt auf einer Höhe von über 400 Metern am Anstieg des Naturparks Frankenhöhe. Seit 1984 dient sie als Jugendbildungsstätte des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt. Leider kann die Burg wegen des laufenden Seminarbetriebs nicht von innen besichtigt werden.
Allerdings gibt es drei Ausnahmen. Öffentlich zugänglich ist die Burg unter anderem beim "Offenen Burgtor" im Sommer, am Tag des offenen Denkmals im September sowie beim Burgfest am 3. Oktober. Die Region ist durch den fränkischen Weinbau geprägt, der seit Langem zu den charakteristischen Merkmalen der Landschaft zählt. Wer noch mehr Kulturziele entdecken möchte, findet in unserem Überblick zu Frankens Museen weitere Ausflugsideen.
Versturzhöhle Riesenburg
Die Riesenburg bei Wiesenttal im oberfränkischen Landkreis Forchheim ist keine Burg im klassischen Sinn, sondern eine Höhlenruine. Als sogenannte Versturzhöhle stellt sie die Überreste einer ausgedehnten Karsthöhle aus Frankendolomit dar, die durch die Einwirkung von Wasser entstand. Naturbrücken, Felsen und mehrere Felsbögen prägen heute das Erscheinungsbild dieses geologischen Naturdenkmals.
Die Anlage weist mehrere markante Felsbögen mit einer Spannweite von bis zu 11,5 Metern auf. Die Gesamtlänge der im Frankendolomit angelegten Höhle beträgt 43 Meter, die Höhendifferenz 25 Meter. Naturbrücken und Felsen sind Überreste eines eingestürzten Höhlendaches und veranschaulichen die geologische Entstehung der Riesenburg besonders deutlich.
Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Riesenburg, damals im Besitz des Grafen Schönborn, zu einem Ausflugsziel, das auch König Ludwig I. besuchte. Seit Juli 2007 gehört sie offiziell zu den 100 bedeutendsten geologischen Naturwundern Bayerns, wie der Markt Wiesenttal informiert. Wer noch mehr Naturwunder entdecken möchte, findet in unserem Überblick zu Frankens sehenswerten Höhlen weitere Ausflugsideen.
Cadolzburg
Die Cadolzburg im Landkreis Fürth war mehr als 200 Jahre lang ein bevorzugter Wohnsitz der fränkischen Hohenzollern. Erstmals 1157 urkundlich greifbar, stammen die ältesten erhaltenen Bauteile aus der Zeit um 1250. Mitte des 13. Jahrhunderts gelangte das Gebiet rund um Cadolzburg in den Besitz der Burggrafen von Nürnberg aus dem Haus Hohenzollern.
Kurz vor Kriegsende brannte die Cadolzburg am 17. April 1945 aus und wurde später von der Bayerischen Schlösserverwaltung schrittweise gesichert, saniert und wieder aufgebaut. Seit 2017 beherbergt sie die Ausstellung "HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg", die das Leben auf einer mittelalterlichen Herrschaftsburg erfahrbar macht.
Das Museum umfasst rund 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf vier Etagen und richtet sich mit Inszenierungen, Medienstationen und Mitmachangeboten an ein breites Publikum. Neben der Kernburg gehören auch der Burghof und der ganzjährig geöffnete Burggarten zum Besuchserlebnis.
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