Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen ist die Waldbrandgefahr in Franken aktuell extrem hoch. Mehrere Behörden ergreifen deshalb nun Vorsichtsmaßnahmen.
Hitze und anhaltende Trockenheit sorgen aktuell vielerorts in Franken für Probleme. Erst am Montag (10. August 2026) hatte ein Flächenbrand einen größeren Feuerwehreinsatz in Oberfranken ausgelöst - wegen massiver Rauchentwicklung und starkem Wind mussten Anwohner sogar zeitweise ihre Häuser verlassen. Im Südosten von Nürnberg stand bei einem Waldbrand derweil eine Fläche von rund 800 Quadratmetern in Flammen.
Auch der Infrastruktur der Deutschen Bahn machen die hohen Temperaturen augenscheinlich zu schaffen. Auf der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Stuttgart hat die Hitze schwere Schäden verursacht. Zugreisende müssen deshalb in den kommenden Wochen mit Einschränkungen rechnen. Laut Wetterexperten halten Hitze und Trockenheit auch in den kommenden Tagen weiter an, bevor sich die Lage ab Sonntag (16. August 2026) dann etwas entspannen dürfte. Mehrere fränkische Behörden reagieren nun und ergreifen Vorsichtsmaßnahmen.
Wegen Waldbrandgefahr: Fränkische Regierungen ordnen Luftbeobachtung an
Wie die Regierung von Oberfranken am Mittwoch (12. August 2026) mitteilt, besteht aufgrund der anhaltenden sehr trockenen Witterung im gesamten Regierungsbezirk weiterhin hohe Waldbrandgefahr. Deshalb seien von Samstag, 15. August 2026, bis Sonntag, 16. August 2026, Luftbeobachtungsflüge als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk Oberfranken angeordnet worden. Die Flüge finden demnach nachmittags statt, wenn die Waldbrandgefahr wegen der steigenden Temperaturen und der Freizeitaktivitäten der Bevölkerung besonders hoch sei.
Auch in Unterfranken bedingt die lang anhaltende Dürreperiode weiterhin eine hohe Waldbrandgefahr. Das teilt die Regierung von Unterfranken am Mittwoch (12. August 2026) mit. Deshalb wird im Einvernehmen mit dem regionalen Beauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für die Waldbrandbekämpfung in Unterfranken von Freitag, dem 14. August, bis Sonntag, dem 16. August 2026, ebenfalls eine Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk angeordnet. Zudem bittet die Regierung die Bevölkerung, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.
Die vorbeugende Luftbeobachtung findet demnach auch hier in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Nach Angaben der Regierung von Unterfranken starten die Beobachtungsflugzeuge bei der sogenannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt aus. Bei der sogenannten Ostroute werden die Flugplätze Schweinfurt-Süd und Haßfurt genutzt.
Stadt Nürnberg mahnt zu erhöhter Vorsicht beim Grillen - "Spielregeln, an die sich alle zwingend halten müssen"
Auch in Mittelfranken herrschen aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen nach wie vor schwierige Rahmenbedingungen. Die Stadt Nürnberg mahnt deshalb zu besonderer Vorsicht, vor allem beim Grillen in Nürnbergs Grünanlagen. Demnach dürfen die ausgewiesenen Grillflächen aktuell zwar weiterhin genutzt werden. Wegen der erhöhten Brandgefahr sei es jedoch "besonders wichtig, die geltenden Regeln einzuhalten und mit offenem Feuer verantwortungsvoll umzugehen". Eine Übersicht darüber, wo das Grillen auf öffentlichen Flächen gestattet ist, findest du auf der Website der Stadt Nürnberg. Erst vor rund zwei Wochen hat das Grillen in einem Waldstück möglicherweise einen Waldbrand am Rothsee verursacht.
"Draußen grillen und den Sommer genießen, das soll natürlich weiterhin möglich sein. Bei der aktuellen Hitze und Trockenheit ist aber besondere Vorsicht gefragt. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um trockenes Gras oder Laub zu entzünden", erklärt Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Andreas Krieglstein und fügt hinzu: "Deswegen gelten ein paar Spielregeln, an die sich alle zwingend halten müssen." Mitgebrachte Grills dürfen demnach generell nur auf den dafür ausgewiesenen Flächen genutzt werden. Dabei sei ausreichend Abstand zu Bäumen, Baumgruppen und trockenem Bewuchs einzuhalten. Die Grillstelle müsse während des gesamten Grillens beaufsichtigt werden.