Fränkischer Kfz-Versicherer meldet Ansturm auf E-Autos - ein Bereich boomt besonders

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HUK Coburg meldet Ansturm auf E-Autos - ein Bereich boomt besonders
Die HUK Coburg verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Käufern, die von Verbrennungsmotoren auf Elektroautos (Symbolbild) umsteigen, insbesondere auf dem boomenden Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland.
Elektroauto
Jan Woitas/dpa
HUK Coburg meldet Ansturm auf E-Autos - ein Bereich boomt besonders
Die HUK Coburg verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Käufern, die von Verbrennungsmotoren auf Elektroautos umsteigen, insbesondere auf dem boomenden Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland.
Coburg, Germany - September 15, 2024: Central office of HUK-Coburg, a mutual insurance association, founded in 1933 in Coburg. The company is the largest self-help institution for the public sector.
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HUK Coburg meldet Ansturm auf E-Autos - ein Bereich boomt besonders
Die HUK Coburg verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Käufern, die von Verbrennungsmotoren auf Elektroautos (Symbolbild) umsteigen, insbesondere auf dem boomenden Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland.
Elektroautos
Jens Kalaene/dpa
HUK Coburg meldet Ansturm auf E-Autos - ein Bereich boomt besonders
Die HUK Coburg verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Käufern, die von Verbrennungsmotoren auf Elektroautos umsteigen, insbesondere auf dem boomenden Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland.
HUK Coburg
Pia Bayer/dpa

Immer mehr Menschen steigen auf Elektroautos um. Das geht aus Zahlen von Deutschlands größtem Kfz-Versicherer, der HUK Coburg, hervor. Vor allem ein Bereich boomt.

Die hohen Spritkosten und vermutlich auch das Klima-Gewissen lassen offenbar immer mehr Autofahrer umdenken. Wie die HUK Coburg in einer Pressemitteilung informiert, wechseln immer mehr Menschen zum Elektroauto. Jeder achte Kunde der Versicherung, der im zweiten Quartal sein Auto wechselte, tauschte einen Verbrenner gegen einen Stromer ein. Und auch bei den Gebrauchtwagen zieht die Quote an.

Zwölf Prozent also stiegen vom Verbrennermotor im zweiten Quartal auf einen reinen Stromer um – das sind doppelt so viele wie im Gesamtjahr 2025 und der mit Abstand höchste Quartalswert seit Einführung der Erhebung Anfang 2020. Bei Neuwagen sprang die Quote mit knapp 25 Prozent auf einen Höchstwert. Besonders auffällig sei die Entwicklung bei den Gebrauchtwagen. Dieser Markt, so die dpa, sei in Deutschland mehr als doppelt so groß wie der Neuwagenbereich und hinke bei den Elektroautos bisher eher hinterher. Nun allerdings ergab sich auch hier ein kräftiger Sprung auf 7,9 Prozent, was mehr als das Doppelte des Vorjahresquartals sei.

HUK Coburg: Gebrauchtwagen-Markt für Elektroautos boomt

"Elektronische Gebrauchtwagen können dabei offenbar zum Gamechanger werden", sagt Jörg Rheinländer, der im Vorstand der HUK Coburg für die Autoversicherung zuständig ist.

Und: "Möglicherweise ließe sich dieser Trend noch verstärken, wenn neben den Käufern von  Neuwagen auch Käufer gebrauchter E-Autos von der staatlichen E-Autoprämie profitieren könnten."

Der Markt entwickelt sich innerhalb Deutschlands nicht gleich. Stuttgart hat unter den 15 größten Städten Platz eins beim Anteil reiner E-Autos im Privatbestand (5,3 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei vier Prozent), Nürnberg liegt bei drei Prozent.

Kreis Erlangen-Höchstadt in Bayern auf Platz 4 - Schweinfurt mit zweithöchster Wachstumsrate

In Bayern ist der Landkreis Starnberg bei reinen Elektroautos vorne (7,4 Prozent). Erlangen-Höchstadt liegt auf Platz vier von 20 mit 6,1 Prozent. Schweinfurt liegt mit 5,8 Prozent auf Platz elf zusammen mit Würzburg. Neustadt Aisch/Bad Windsheim folgt mit 5,7 Prozent.

In Cloppenburg (0,55 Prozent)  und Schweinfurt (0,5 Prozent) sind die Wachstumsraten des E-Auto-Bestands 2026 am höchsten, der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 0,33 Prozent. Insgesamt liegt die Elektroauto-Quote für Privatleute in Bayern (4,7 Prozent) am höchsten, Schlusslicht ist Sachsen mit 2,2 Prozent.

Seit Jahresanfang können Käufer von Plug-in-Hybriden ebenfalls von staatlichen Förderprämien profitieren. Auch bei diesen Fahrzeugen ist ein verstärkter Umstieg auf Plug-in-Hybride mit Ladekabeln zu verzeichnen durch bisherige Fahrer von Benzin- oder Diesel-Antrieben aber auch Mild- und Voll-Hybriden. Das gilt im Vergleich zum Vorjahr vor allem für die Anschaffung gebrauchter Plug-in-Fahrzeuge.

Umstieg auf Voll-Hybride geht zurück

Die Umstiege sind zwar weniger häufig als auf reine E-Autos. Aber die HUK-Zahlen zeigten laut Pressemitteilung: Im Gegensatz zu den beliebter gewordenen Plug-in-Hybriden gehen Umstiege auf Mild- und Voll-Hybride, also ohne externe Lademöglichkeit, in 2026 zurück.

Zudem deute einiges darauf hin, dass die Rolle der Plug-ins als Brücken-Technologie sich verstärkt: 39,4 Prozent der bisherigen Plug-In-Hybrid-Fahrer wechselten bei der Neuwagen-Anschaffung im 2. Quartal 2026 auf ein reines E-Auto. Das sind sogar mehr als bei den Plug-In-Hybriden geblieben sind (38,1 %).

Deutschlands größter Kfz-Versicherer setzt derweil weiter auf Wachstum: Die HUK-Coburg Dienstleistung GmbH nahm im Frühjahr ihren neuen Standort in Saarbrücken in Betrieb. 

(mit dpa)