Kapitän Joshua Kimmich ist auch vor dem Griechenland-Spiel wieder Thema - denn er ist nicht dabei. Was der Bundestrainer dazu sagt.
Jürgen Klopp hat in der öffentlichen Diskussion über die Wichtigkeit von Kapitän Joshua Kimmich in der Fußball-Nationalmannschaft unter seiner Leitung für sich einen verbalen Ausweg gefunden. "Ich habe keine Chance, die Frage so zu beantworten, dass ihr es nicht schafft, daraus trotzdem den Dreh zu machen. Also, ich gebe zu dem Thema auf. Offiziell. Jetzt schon", sagte der Bundestrainer in der Pressekonferenz vor dem Nations-League-Spiel am Sonntag (4. Oktober 2026, 20.45 Uhr/RTL) in Thessaloniki gegen Griechenland. Inhaltlich hielt der 59-Jährige fest: "Ich bin happy. Ich freue mich, dass Jo Kimmich deutscher Nationalspieler ist - und alle anderen auch."
Der 31-jährige Kimmich ist in Thessaloniki erneut nicht dabei, da er nach seinen Einsätzen in den ersten Länderspielen gegen die Niederlande (1:1) und daheimgegen die Griechen (0:1) nicht mehr zu Klopps zweitem Kader gehört.
Kimmich-Frage erneut Thema - Klopp braucht Alternativen im Mittelfeld
Mit einem neu formierten und äußerst gut harmonierenden Mittelfeld mit dem Bayern-Duo Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof sowie Florian Wirtz hatte die DFB-Auswahl in München beim 2:0 gegen Serbien den ersten Sieg gefeiert.
"Es ist extrem schwierig, etwas dazu zu sagen - und das nicht, weil ich eine Geschichte klein halten will", hatte Klopp seine Ausführungen zu den medialen Geschichten um Kimmich im Toumba Stadion begonnen.
"Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, das Mittelfeld war top", sagte der DFB-Cheftrainer rückblickend auf den Sieg gegen Serbien. Er möchte bei seiner umfassenden Spielersichtung zu Beginn seiner Amtszeit personelle Alternativen testen und finden. "Stellt euch vor, wir hätten in Deutschland genau drei Mittelfeldspieler, wie krank wäre das denn", argumentierte der 59-Jährige. Kein Spieler sei immer fit und in Form und spiele immer, auch nicht im Verein.
Klopps Revanche-Plan mit Urbig
"Man braucht Führungsspieler. Man braucht laufstarke Spieler. Man braucht kreative Spieler. Man braucht alles Mögliche", zählte Klopp auf und schloss an: "Also, ich bin mit der Situation sehr zufrieden. Keiner, der richtig kicken kann, muss sich Sorgen machen. Ich freue mich auf die Zukunft mit den Jungs. Und ich hoffe, wir haben eine Auswahl."
Klopp hielt seinen Revanche-Plan gegen den unbesiegten Tabellenführer Griechenland am Abend vor dem Anpfiff noch recht geheim. Der Bundestrainer verriet aber, dass er in Spiel vier auf einen weiteren Torwarttausch verzichtet.
Bayern-Youngster Jonas Urbig wird nach seinem DFB-Debüt beim 2:0 gegen Serbien im Tor bleiben. "Jonas bekommt das Spiel. Das hat aber mit einem Nummer-eins-Status nichts zu tun", sagte Klopp.
Darum ist das Griechenland-Spiel ein Wegweiser für Klopp
In Thessaloniki geht es für Jürgen Klopp nicht nur um eine schnelle Revanche für seine erste Niederlage als Bundestrainer. Gegen Griechenland werden bereits jetzt die Weichen für das Länderspiel-Programm im kommenden Jahr gestellt - und somit auch in Richtung Fußball-EM 2028.
Bei einer weiteren Niederlage der Nationalmannschaft gegen die Südeuropäer wäre der erhoffte erste Platz in der Nations-League-Gruppe definitiv nicht mehr zu erreichen. Die fest angestrebte Teilnahme am Viertelfinale wäre in Gefahr.
Vor dem Rückspiel gegen die Griechen, nur eine Woche nach dem 0:1 in Augsburg, liegt die DFB-Elf mit 4 Zählern hinter dem noch ungeschlagenen Spitzenreiter Griechenland (7 Punkte) und den Niederlanden (5 Punkte) lediglich auf dem 3. Rang. Schlusslicht Serbien ist ohne Zähler abgeschlagen.
Gruppen-Sieg noch zu erreichen
Im November finden noch zwei Gruppenspiele statt, die DFB-Elf tritt dann noch in Serbien und gegen die Niederlande an. Bei Punktgleichheit ist der direkte Vergleich entscheidend. Auch deshalb wäre ein Sieg gegen Griechenland besonders wichtig. Das sind die Szenarien für Bundestrainer Klopp:
Gewinnt Deutschland die Gruppe, ginge es Ende März im Viertelfinale der Nations League gegen einen Gruppenzweiten um den Einzug in das Final Four, das vom 9. bis 13. Juni 2027 stattfindet. Die DFB-Elf hätte im Rückspiel der ersten K.-o.-Runde Heimrecht. Mögliche Gegner wären nach aktuellem Stand England, Belgien oder Dänemark.
Gelingt der Einzug in die Finalrunde, würde Deutschland in der EM-Qualifikation definitiv in einer Vierergruppe um das EM-Ticket spielen. Scheidet man aus, ist auch eine Fünfergruppe mit dem Quali-Start im Juni möglich.
Rechenspiele bei Platz 3
Wird Deutschland Gruppenzweiter, geht es ebenfalls im März mit dem Viertelfinale weiter. Allerdings unter erschwerten Bedingungen. Das Rückspiel müsste auswärts gespielt werden. Die möglichen Kontrahenten nach derzeitigem Tabellenstand: Weltmeister Spanien, Frankreich oder Portugal. Das würde das Erreichen der Finalrunde verkomplizieren.
Für die EM-Qualifikation, die im November 2027 abgeschlossen wird, würden die gleichen Bedingungen gelten: Vierergruppe mit Start im September beim Einzug ins Final Four, Vierer- oder Fünfergruppe bei einem Ausscheiden mit Start im Juni oder September.
Wird Deutschland Gruppendritter, muss gerechnet werden. Von den vier Gruppendritten bleiben die beiden besseren in der A-Liga und starten im März in die EM-Qualifikation. Die beiden schlechteren müssen dann in die Abstiegsplayoffs gegen einen Tabellenzweiten aus der B-Liga. Dann würde die EM-Quali wiederum im Juni beginnen - und es gäbe die K.-o.-Spiele um die Erstklassigkeit. Mögliche Gegner Stand jetzt: die Ukraine, Slowenien, Bosnien-Herzegowina oder Kosovo.
Negative Folgen von Platz 3
Erster negativer Effekt: Deutschland wäre bei der Auslosung der EM-Qualifikationsgruppen am 6. Dezember in Belfast nicht im Topf der besten 12 Teams. Schon auf dem Weg zum nächsten großen Turnier würde ein Topgegner wie Spanien, Frankreich oder England als Kontrahent drohen.
Für die Fortsetzung in der Nations League gibt es zwei Szenarien. Als einer der zwei schlechteren Gruppenletzten wäre der Abstieg in die B-Klasse besiegelt. Ein angesichts von schon vier Punkten unrealistisches Szenario. Gehört man zu den beiden besseren Gruppenletzten, geht es auch in die Abstiegsrelegation - und die EM-Qualifikation würde im Juni mit einem unguten Gefühl beginnen.
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Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.