Das befürchtete Wetterchaos ist im Landkreis Forchheim bis Montagnachmittag ausgeblieben. Trotz einer amtlichen Wetterwarnung vor Glatteis und dem phasenweise vorhandenen Nieselregen gab es nur wenige Ausrutscher.
"Ich habe das Gefühl, das viele Autofahrer vernünftiger fahren, wenn es Warnungen gibt", nennt Manfred Hänchen, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Ebermannstadt, einen Grund, warum sich die Glatteis-Folgen im Kreis im Rahmen hielten. Außerdem, so Grund zwei, hätten die Räum- und Streudienste gut gearbeitet.


Vor dem Regen alles abgestreut

"Bevor der Regen kam, haben wir alle Strecken abgestreut", sagt Peter Scheinost, Dienststellenleiter der Straßenmeisterei Forchheim, die für die Staats- und Bundesstraßen im Kreis Forchheim und im südlichen Kreis Bamberg zuständig ist.
Damit hat die Straßenmeisterei auf die Warnung der höchstmöglichen Stufe drei reagiert, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montagmorgen für den Kreis Forchheim herausgegeben hatte: "Es besteht die Gefahr des Auftretens von verbreitetem Glatteis. Hinweis auf mögliche Gefahren: Es treten starke Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr auf. Vermeiden Sie Autofahrten! Bleiben Sie im Haus!"
Die Folgen waren dann aber doch nicht so schlimm: Während in der Region - etwa in Bamberg und Nürnberg - durch überfrierende Nässe Straßen und Gehsteige spiegelglatt waren, kam im Kreis Forchheim zwar der Regen, die befürchteten Unfälle blieben jedoch aus. Beide Polizeiinspektionen hatten am Nachmittag noch keine einzige Meldung vorliegen.


Wetterwarnung herabgestuft

Um 12.37 Uhr stufte der Deutsche Wetterdienst dann seine Gefahrenmeldung von Stufe drei auf zwei herab: "Es besteht die Gefahr des Auftretens von örtlichem Glatteis", hieß es zu diesem Zeitpunkt. Nach einer weiteren Stunde wurde die Warnung dann ganz aufgehoben, wiederum eine Stunde später aber erneut auf Stufe zwei in Kraft gesetzt: Bis Mitternacht, so der DWD, bestand wieder die Gefahr von örtlichem Glatteis.


Gut vorbereitet in die Nacht

Deshalb wurde die Lage in der Straßenmeisterei weiter genau analysiert, Niederschlagswerte, Boden- und Lufttemperatur beobachtet. "Im Moment ist alles entspannt", sagte Peter Scheinost am Nachmittag, "falls sich das ändert, sind wir bereit."
Gleiches galt für die Polizei. "Wir haben eine Streife mehr im Einsatz", sagte Manfred Hänchen aus Ebermannstadt. Und Christian Zapf aus Forchheim betonte: "Vor allem auf Brücken oder im Schatten kann es glatt werden. Wir rufen auch am Dienstagfrüh zur Vorsicht auf."
Am Montag musste man zumindest in Forchheim glatte Stellen aber suchen. "Keine Gefahr", meldete Renate Reichelt, die mit ihrem Fahrrad unterwegs war und der FT-R