Wenn es Nacht wird, gehen in Weilersbach und Reifenberg neue Lichter auf. Die Gemeinde hat mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf moderne und sparsame LED-Technik begonnen. Die alten Natriumhochdrucklampen werden von der Bayernwerk-Netz GmbH durch neue hocheffiziente LED (Licht emittierende Dioden) ausgetauscht. Die neuen Lampen sollen die ganze Nacht durchleuchten, können allerdings für eine bestimmte Zeit gedimmt werden.

"Für die Gemeinde ist die Umstellung auf LED-Technik eine sehr große Ersparnis", erklärte Bürgermeister Marco Friepes (CSU), der dieses Projekt bereits kurz nach seinem Amtsantritt angestoßen hatte. Vom Ratsgremium gab es in der Juni-Sitzung ein einstimmiges "Ja" für diese Modernisierungsmaßnahme, deren Kosten 72 000 Euro betragen und von der Gemeinde getragen werden.

Jährliche Einsparung

Für die Gemeinde bedeutet diese Lampenumstellung eine dauerhafte Senkung der Stromkosten - dank der langen Lebensdauer der Leuchtmittel. Über das Jahr verteilt beträgt die Einsparung rund 14 000 Euro. Gleichzeitig wurde von der Ratsrunde entschieden, dass die Leuchten im Gemeindegebiet, die teils auch gelb leuchteten, einheitlich ein warmes weißes Licht bekommen.

Neben den Einsparmöglichkeiten und der Nutzung der neuen Technologie sieht der Rathauschef auch einen großen Beitrag zum Klimaschutz, denn in der Gemeinde werden CO2-Einsparungen sehr ernst genommen. Außerdem sei laut Friepes der Zeitpunkt der Umrüstung für die Gemeinde von Vorteil, "denn wir hätten im laufenden Jahr für die alte Leuchttechnik Wartungskosten von 7000 Euro aufbringen müssen".

Auch Strom wird gespart

Am Freitag stellten nun Bürgermeister Friepes und Ralf Schwarz, Kommunalbetreuer der Bayernwerke, bei einem gemeinsamen Treffen vor dem Rathaus die Umrüstung auf die neue Straßenbeleuchtung in der Kommune vor. Dabei informierte Schwarz über die positiven Aspekte der neuen Leuchten, mit denen jährlich rund 65 000 Kilowattstunden Strom eingespart werden und sich dadurch der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) enorm reduziere.

Klimaschutz sei eine der größten Herausforderungen sagte er und betonte, dass hier alle gefordert seien. "Wir, die Bayernwerke, wollen mit unserem Wissen und Tun unseren Teil dafür leisten", fügte er an. Insgesamt werden von den Bayernwerken 315 "Brennstellen" umgerüstet. Die Arbeiten hierfür werden voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern.

Reifenberg hat bereits die LED

In Reifenberg wurden die Lampen bereits ausgewechselt. Für Rudi Brantner, den Monteur von der Firma EVUs aus Zeil am Main heißt es nun für die nächsten Monate in einer Arbeitsbühne hinauf in luftige Höhen, wo er mit routinierten Handgriffen die Leuchtenköpfe der Straßenlaternen tauscht. Begonnen wird damit in Unterweilersbach.