"Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling", zitierte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Forchheim, Gregor Scheller, Vincent van Gogh. Gewandelt habe sich die Filiale der Volksbank in Kunreuth zur schönen, neuen Bankfiliale. Viele Besucher waren zum "Tag der offenen Tür"und zur ökumenischen Segnung gekommen.

Die Genossenschaftsbank zog auf die andere Seite der Straße, wo eine ehemalige Apotheke zur Bankfiliale umgebaut wurde. Dafür nahm die Volksbank 250 000 Euro hat die Volksbank investiert. Das bisherigen Bankgebäude nutzt der neue Besitzer zur Erweiterung seines bestehenden Lebensmittelladens.

Verantwortung de Bürger

Scheller schlug einen weiten Bogen zurück über 150 Jahre, zu den Anfängen des Genossenschaftswesens. Die eigene Verantwortung der Bürger, nicht die des Staates, sei der Grundgedanke.
Der genossenschaftliche Gedanke sei in der Welt der Globalisierung aktueller denn je.

1902 wurde der Darlehenskassenverein Kunreuth gegründet, Vorläufer der heutigen Genossenschaftsbank.

Erster Vorsitzender war der damalige Bürgermeister Georg Ulm, Urgroßvater des heutigen Gemeindechefs. 1947 folgte der Zusammenschluss mit Mittelehrenbach, 1995 mit Pretzfeld und 2002 mit der Volksbank Forchheim. Weingarts wurde 1912 gegründet, 1971 fusionierte die Filiale mit Mittelehrenbach. 12,3 Millionen Euro Volumen werden in Kunreuth verwaltet mit über 2000 Konten.

Diskrete Beratung

Die Volksbank Kunreuth verfüge über offene Räume, aber auch über die nötigen Räume für diskrete Beratung.
Weingarts als Filiale gebe es nicht mehr, dennoch wolle man aber dort bei den Einwohnern nach Bedarf im einzelnen präsent sein, so der Vorstandsvorsitzende. Kunreuth biete mehr Öffnungszeiten an, als es vorher für Kunreuth und Weingarts zusammen der Fall gewesen sei. Thomas Kotschenreuther erhielt anschließend den symbolischen Schlüssel als künftiger Leiter der Filiale. Ihn unterstützt Ottilie Wolf.

Bürgermeister Hermann Ulm (Demokratie) sieht im Zusammenschluss von Weingarts und Kunreuth "einen notwendigen Kompromiss mit sehr gutem Ergebnis".

Er mahnte bei der Bank an, dass die Nähe zu den Weingartsern erhalten bleibt. Wichtig sei, dass die Gemeinde als Ganzes gut versorgt sei.

"Passt scho", meinte er und sieht eine nachhaltige Entwicklung mit dem vergrößerten Lebensmittelladen gegenüber. Das umfunktionierte Raiffeisengebäude im Dienste der Gemeinde in Weingarts tue dem Ort gut.

Ein Netzwerk als Mosaik aus privaten, wirtschaftlichen Einrichtungen und allem, was eine Gemeinschaft lebenswert mache, sei die Aufgabe einer jeden Kommune. Zwei Bankfilialen haben dieses Jahr in Kunreuth neu eröffnet, dazu kommt ein Ärztehaus.

Für jede Institution der Gemeinde überreichte Kotschenreuther zum Schluss ein Geschenk aus dem Kulturfond der Bank.