Intensiv beschäftigte sich der Gemeinderat Hetzles mit den Planungsleistungen der Außenanlagen im Bereich der Kita und der Hackschnitzelheizung. Nach Aufhebung der getrennten Ausschreibungen hat die Verwaltung neue Angebote für die Gestaltung des gesamten Umfelds abgefragt. Die Kosten der Planung werden nach Höhe der Baukosten ermittelt, erklärte Bürgermeister Michael Bayer (BBH). Der kleinste Planungsbereich - Außenanlagen Kita, direktes Umfeld und Weg zur Hackschnitzelanlage - umfasst circa 2800 Quadratmeter. Eine Erweiterung um alle Grünflächen der Schule würde weitere 3800 Quadratmeter umfassen, eine weitere Erweiterungsfläche am Friedhof für die Kita 650 Quadratmeter. Bei der Kleinstplanung mit 280 000 Euro Baukosten fallen für die Planung 16 144 Euro Honorarkosten an. Für die Planung Kita und Schule wären es 660 000/33 160 Euro, bei Kita mit Erweiterung und Schule 725 000/35 893 Euro. Der Gemeinderat Edwin Schmidtlein (BFH) regte an, da die Fläche ortsprägend sei, eine Gesamtplanung aufzunehmen sowie ein Gebäudekonzept zu erstellen und städtebaulich zu überplanen. Bürgermeister Bayer plädierte dafür, das Augenmerk auf den Kindergarten zu legen, da die Fertigstellung der Krippe nicht unnötig verzögert werden sollte. Einstimmig beauftragte das Gremium den Bürgermeister, das Planungsbüro Lorenz mit den Leistungsphasen 1 bis 4 mit der Außenplanung für die Hackschnitzelanlage und die Kita mit einer Gesamtfläche von 2800 Quadratmetern sowie zu erwartenden Baukosten von 100 Euro pro Quadratmeter zu beauftragen.

Auftragsvergaben

Die Bauarbeiten am Krippenanbau schreiten weiter gut voran. Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro hatte nun die nächsten sieben Gewerke ausgeschrieben. Dabei geht es um Trockenbau-, Innenputz-, Maler- und Estricharbeiten. Bei allen vier Gewerken wurde das wirtschaftlichste Angebot berücksichtigt und einstimmig beschlossen. Die Trockenbauarbeiten gingen an die Firma Bischof (Pretzfeld, 22 241 Euro), die Innenputzarbeiten an die Firma Arzt (Obertrubach, 20 043 Euro), die Malerarbeiten an die Firma Münch (Baiersdorf, 8195 Euro) und die Estricharbeiten an die Firma Ludwig (Weißenburg, 10 248 Euro).

Verärgerung über Angebote

Für Verärgerung und Diskussion sorgten die Angebote für die Heizungs- und Sanitärinstallation. Hier wurden acht Firmen angefragt und nur jeweils ein Angebot abgegeben. Für die Heizungsinstallation lag die Kostenschätzung bei 28 024 Euro, das Angebot betrug jedoch 55 354. Die Sanitärinstallation wurde vom Ingenieurbüro mit 22 848 Euro beziffert, und das Angebot belief sich auf 45 897. Die Baukonjunktur brummt, und viele Firmen und Handwerksbetriebe haben übervolle Auftragsbücher. Falls dann aber doch Angebote eingehen, folgt oft das böse Erwachen. "Das Problem", sagte Bürgermeister Bayer, "ist vor allem der fehlende Wettbewerb." Hatte die Gemeinde bei früheren Ausschreibungen oft viele Angebote und damit die Chance auf einen Preisvergleich, gehen heute in vielen Fällen nur noch ganz wenige oder sogar gar keine Angebote mehr ein. "Das sind teilweise monopolartige Strukturen", sagte Bayer deutlich. Die Gemeinde könne in diesem Fall nur noch entscheiden, das Angebot zähneknirschend anzunehmen oder die Ausschreibung wegen zu hoher Preise wieder aufzuheben. Verzweifelt und frustriert stimmte der Gemeinderat zu und vergab mit jeweils mit 6:5 Stimmen sowohl die Heizungsinstallation als auch die Sanitärinstallation an die Firma Schwendner (Thurnau). Die Elektroinstallationen wurden an den wirtschaftlichsten Anbieter, die Firma Thomann (Buttenheim) in Höhe von 81 262 Euro vergeben.

Denkmalschutz

Hetzles hat eine Vielzahl an denkmalgeschützten oder ortsbildprägenden Gebäuden im Kernort. Die Gemeinde möchte nun die Eigentümer bei der Sanierung solcher Gebäude einmalig pro Sanierungsmaßnahme finanziell unterstützen. Bei der Bezuschussung handelt es sich um eine freiwillige Leistung der Gemeinde. "Eine Auszahlung ist an die im Haushalt verfügbaren Mittel geknüpft", berichtete der Bürgermeister. Das Gremium beschloss einstimmig, dass Eigentümern von solchen Gebäuden auf Antrag ein Zuschuss bis zu 1000 Euro gewährt werden kann.