Forchheim
Tiere

Kleines Weihnachtswunder: Lebende Krippe bekommt süßen Nachwuchs

Bei den Schafen der lebenden Krippe im Graben der Forchheimer Kaiserpfalz gibt es flauschigen Nachwuchs. Schaf-Halterin Inka Strätz-Hertl aus Kirchehrenbach erzählt, wie es dem kleinen Weihnachtswunder geht.
 
Das Lamm ist am Sonntagmorgen in der lebenden Krippe im Graben der Kaiserpfalz zur Welt gekommen. Fotos: privat
Das Lamm ist am Sonntagmorgen in der lebenden Krippe im Graben der Kaiserpfalz zur Welt gekommen. Fotos: privat
+3 Bilder

Ein Jesuskind ist es zwar nicht, das am Sonntagmorgen im Graben der Kaiserpfalz in der lebenden Krippe zur Welt gekommen ist. Dafür ein kleines Lamm, das noch etwas wacklig auf seinen Beinen steht. Fast immer gebe es in ihrer Herde zur Weihnachtszeit Nachwuchs, sagt Inka Strätz-Hertl, die Halterin der Tiere. "Meist direkt am Heiligabend", sagt sie.

In diesem Jahr war es dann doch ein paar Tage eher soweit. Ein Weihnachts-Lamm könnte es aber immer noch geben. Denn unter den neun Schafen, die im Graben der Kaiserpfalz stehen, sind in diesem Jahr sogar zwei trächtige Tiere. Ein Muttertier hat bereits am Sonntag Nachwuchs bekommen, bei dem zweiten Schaf ist es bald soweit.

Nachwuchs in der lebenden Krippe in Forchheim

Seit einigen Tagen sind das Lamm samt Muttertier sowie das noch trächtige Schaf wieder im heimischen Garten in Kirchehrenbach, weil es im Stall im Pfalzgraben etwas unruhig geworden ist. Denn wenn es in einer Schafherde Jungtiere gibt, dann entsteht eine neue Rangordnung. "Der Bock muss zeigen, wer er ist", sagt Strätz-Hertl. Am Weihnachtsmorgen soll die gesamte Herde wieder von der Kaiserpfalz nach Hause geholt werden.

Seit einigen Jahren kümmern sich Strätz-Hertl und ihr Partner Marc Lenz um die lebende Krippe im Forchheimer Pfalzgraben. Meist am ersten Adventswochenende ziehen die Schafe von ihrem Zuhause in Kirchehrenbach um in den Graben der Kaiserpfalz.

Sonst haben sie sich die Schafe dafür immer ausgeliehen. Als die Tiere vor drei Jahren auf die Schlachtbank geführt werden sollten, hat die Kirchehrenbacherin die Schafe kurzerhand gekauft, von einem Tierarzt untersuchen lassen und Zuhause alles für die Herde vorbereitet, samt Stall im Garten. "Wir haben sie vor dem Schlachter gerettet."

Vor dem Schlachter gerettet

Seitdem leben die Tiere im heimischen Garten in Kirchehrenbach. "Eine Hälfte gehört uns und die andere den Schafen", sagt Strätz-Hertl und lacht. Genauso wie Zuhause haben die Schafe im Pfalzgraben einen festen Rhythmus. "Es steckt viel Arbeit und Engagement dahinter", sagt die Halterin.

Morgens werden die Schafe das erste Mal gefüttert und aus dem Stall gelassen, tagsüber schaut die Kirchehrenbacherin nach dem Rechten, am Abend gibt es dann noch einmal Futter, bevor es zurück in den Stall geht. "Da bestehen sie auch darauf, dass die Türe zu ist", sagt sie.

Neben trockenem Brot oder Brötchen fressen die Schafe gerne Heu, ab und zu Karotten und Äpfel. Deshalb freuen sich die Kirchehrenbacherin und ihr Partner immer über Futterspenden für die Tiere, beispielsweise Äpfel.