Reinhold Müller, Leiter der Stadtwerke: "Auch beim Thema Stromversorgung ist Franz Stumpf ein totaler Durchblicker. Ich war oft platt, was er aus dem Stand wusste. Mir wird er als Riesen-Partner fehlen."

Hermann Ulm, CSU-Landrat: "Als ich auf der Autobahn davon erfuhr - das war ein Schlag. Ich habe Franz Stumpf immer bewundert, wie diszipliniert er ist. Noch letzte Woche saßen wir mehrfach beieinander - und haben Pläne für die Zukunft besprochen. Er ist auch ein guter Ratgeber. Nach 25 Jahren im Geschäft hinterlässt er eine riesige Lücke. Gut, dass wir bis März noch ganz viele Gespräche haben."

Heribert Trunk
, IHK-Präsident: "Franz wird für die Sache Oberfrankens und der Region Forchheim-Bamberg fehlen. In der Nordbayern-Initiative war er der einzige Kommunalpolitiker am Tisch der bayerischen Staatsregierung. Dort hat er die Themen ganzheitlich für Oberfranken vertreten. Sein menschliches und politisches Geschick hat uns ermöglicht, für Oberfranken richtig viel herauszuholen. Forchheim ist dabei stets gut gefahren. Manches 'Greenhorn' aus Politik, Wirtschaft und Medien könnte mit seinem Coaching viel erreichen."

Reinhard Hautmann, Direktor am Klinikum: "Die Nachricht vom Rücktritt hat mich geschockt. Für mich war er nicht nur OB, er ist auch ein Freund. Das Krankenhaus hat ihm viel zu verdanken, ohne ihn gäbe es den Neubau gar nicht. Wie es ohne ihn weiter geht, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht."

Manfred Hümmer, FW- Fraktionsvorsitzender: "Man hat dem OB angemerkt, dass er unter seiner Krankheit leidet. Von seinem Rücktritt bin ich daher nicht überrascht, aber es macht mich betroffen. Eine große Ära geht zu Ende, es war auch eine großartige Energieleistung. Stumpf hat sein Amt mit Herzblut geleitet. Ich wünsche ihm nur, dass er wieder gesund auf die Beine kommt und noch viele Jahre im Kreis seiner Familie verbringen kann. Die Frage nach dem Kandidaten für die Wahl werde ich Ihnen heute nicht beantworten. Jetzt ist die Zeit der Besinnung und dann die Zeit der Entscheidung."

Ulrich Schürr, Fraktionsvorsitzender der Jungen Bürger: "Man hat vermuten können, dass es ihm nicht gut geht. Dass er sich jetzt zum Rücktritt entschloss, das hat uns tief betroffen gemacht. So ein Schritt hat ernst zu nehmende Gründe. Bis zu den Neuwahlen bleibt nur eine kurze Frist. Für die Nachfolge kommen verschiedene Kandidaten in Frage, ich will dem nicht vorgreifen. Die Amtsführung von Franz Stumpf war intensiv und sehr auf die Person des OB zugeschnitten. Man muss in dieser Frage wohl mit der Zeit gehen."

Uwe Kirschstein, SPD-Stadtrat: "Trotz aller politischer Spielchen, die es zwischen uns gegeben hat, steht für mich jetzt der Wunsch für eine gute Gesundheit von Franz Stumpf im Vordergrund. Seine Entscheidung nötigt mir Respekt ab. Auf die Gesundheit zu hören und sein Amt abzugeben, war bestimmt nicht leicht für ihn. Ob ich erneut kandidiere, ist völlig offen. Am Freitag ist eine Sondersitzung des Vorstands. Natürlich hab' ich mir in der Nacht ein paar Gedanken gemacht. Seit der vergangenen Wahl hat sich für mich beruflich einiges geändert, ich habe eine Aufgabe übernommen, die mir sehr gut gefällt. Andererseits habe ich ein politisches Amt, bin Ortsvorsitzender und strebe den Fraktionsvorsitz an. Insofern ist die Richtung relativ klar. Am Freitag werden wir aber auch über eine überfraktionelle Alternative nachdenken."