Reger Publikumszuspruch am zweiten und dritten Spieltag des Hauptfelds beim "Bauer-Watertechnology-Cup" in Eckental. Die Kombination aus doppeltem Feiertag und allein zwölf Einzeln der ersten Runde, der Auftakt der zweiten Runde sowie ein paar Doppelpartien waren Garant dafür, dass im House of Sports Hochbetrieb wie selten zu diesem Zeitpunkt herrschte. Alle Tennisspieler, die in der Zuschauergunst ganz oben stehen, traten an - und enttäuschten ihre Anhänger nicht.


Bemelmans schon im Viertelfinale

Der topgesetzte Ruben Bemelmans aus Belgien, Publikumsliebling Dustin Brown und Lokalmatador Maximilian Marterer gewannen ihre Spiele. Der belgische 2015-Sieger des ATP-Challenger-Turniers besiegte nach dem Dienstags-Erfolg gegen den Südafrikaner Lloyd Harris (6:3, 6:2) auch den Italiener Luca Vanni und steht damit bereits im Viertelfinale, das am Freitag stattfindet.

Bekanntermaßen sind die Partien dieser Veranstaltung gleichzeitig die internationalen bayerischen Hallenmeisterschaften und wohl selten in den vergangenen zwei Jahrzehnten dürfte das Attribut "international" so unterstrichen worden sein. Nach dem letzten Erstrunden-Einzel am frühen Mittwochnachmittag steht fest: Die 16 Achtelfinalisten kommen aus einem Dutzend Ländern, Deutschland ist mit drei Spielern (Brown, Marterer und Matthias Bachinger) am stärksten vertreten, ansonsten sind nur noch Bosnien-Herzegowina und Italien doppelt dabei.

Brown schaffte gegen den französischen Qualifikanten Kenny de Schepper ein frühes Break, was bei der Aufschlagstärke des Deutsch-Jamaikaners erwartungsgemäß mit dem Satzgewinn endete (6:2). Wesentlich mehr Gegenwehr musste Brown dann im zweiten Durchgang überwinden, ehe er im Schlussakkord das bessere Ende für sich hatte (7:5). Somit kommt es am Donnerstag zum deutsch-deutschen Duell mit Bachinger.

Mehr als doppelt so lange wie der Brown-Auftritt dauerte die erste Partie von Marterer. Auf dem Papier schien es gegen Mathias Bourgue eine klare Sache für die Nummer 102 der Welt zu werden, doch der Quali-Sieger hatte mit drei Siegen in den Vortagen viel Selbstvertrauen getankt und lieferte dem Franken - nur 30 Kilometer von dessen Heimatort Stein bei Nürnberg entfernt - einen offenen Schlagabtausch. Es passte ins Bild, dass die ersten beiden Sätzen in den Tiebreak gingen. Hoch spannend und nichts für schwache Nerven war die "Overtime", die der Franzose mit 13:11 für sich entschied. Beide gewannen 86 Punkte in Satz 1, auch die Statistik belegt also diese "enge Kiste". Marterer gewann den zweiten Tiebreak mit 7:2, auch der Finaldurchgang ging mit 6:2 an die Nummer 2 des mit 43 000 Euro dotierten Turniers.

Am Donnerstag stehen vier Spiele des Achtelfinals auf dem Programm, darunter Marterer gegen Simone Bolelli (18.30 Uhr) und das Brown-Bachinger-Duell (17 Uhr).