In einer Arbeitssitzung Ostast Stadt-Umland-Bahn (Stub) wurde vereinbart, dass die 14 beteiligten Gemeinden der Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim einen Grundsatzbeschluss fassen, welcher Signalwirkung für die politischen Entscheidungen in den Kreisgremien entfalten soll. Diese sollen sich noch in diesem Jahr damit befassen, ob sie ein interkommunales Bündnis für die Stub im Schwabachtal befürworten, erläuterte Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWK) im Gemeinderat von Kleinsendelbach. Die Bevölkerungszunahme in den Gemeinden, die Bedeutung des Klimaschutzes und der öffentliche Nahverkehrs würden immer mehr an Bedeutung gewinnen, so dass die Bewertung und Unterstützung der Gemeinden gefragt sei. " Es muss betont werden", sagte Werner, "dass es aktuell nicht darum geht, einen Beschluss zum Bau der Stub zu fassen, wo die Strecke verlaufen könnte, sondern um die Fördermittel des Bundes zu sichern und die Kosten des Projekts zu ermitteln." Bis Herbst 2021 muss eine Zweckverbandsmitgliedschaft für den Ostast umgesetzt sein. Der Fördermittelantrag einhergehend mit der standardisierten Bewertung für das Gesamtnetz der Stub muss bis Ende 2021 eingereicht sein. Eine Entscheidung, ob der Stub-Ostast (Erlangen - Eschenau) gebaut wird, kann erst dann getroffen werden, wenn Streckenverlauf, Planungs- und Baukosten sowie die Höhe der Förderung bekannt sind. Die Diskussion verlief zum Teil emotional: "Mir erschließt sich die Sinnhaftigkeit der Stub überhaupt nicht", sagte Armin Fuchs (UWK), "heute noch auf ein schienengebundenes Verkehrsmittel zu setzen, ist völlig sinnlos." Ein noch größerer Stau als jetzt sei mit der Stub programmiert, meinte Berthold Burkhardt (DG), "da durch die Schienenführung auf der Straße der Verkehr ausgebremst wird und die Stub nicht zeitgemäß ist". Man solle vielmehr in Elektrobusse investieren. Einen Beschluss, dass die Bürgermeisterin die zuständigen Gebietskörperschaften auffordern solle, die notwendigen Schritte vorzunehmen, damit konkrete Entscheidungsgrundlagen und ein Förderantrag erarbeitet werden könnten, lehnte das Gremium mit 3:10 Stimmen ab.