"Von Leichenteilen haben wir nie geredet. Es waren sterbliche Überreste", sagt Jürgen Stadter, Pressesprecher der Polizei Oberfranken.

Am vergangenen Freitag ist die rechtsmedizinische Untersuchung abgeschlossen worden. Vor etwa zwei Wochen war im Vorfeld einer Beerdigung auf dem Gemeindefriedhof ein Grab ausgehoben worden. Dem beauftragten Bestattungsinstitut ergaben sich beim Vergleich mit den Unterlagen Unstimmigkeiten. Bis das Rathaus und Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL) von dem Bestattungsdienstleister davon informiert wurde, hat es schon zu wilden Spekulationen bis hin zu einer unbekannten Person, die unberechtigt in dem Grab liege, geführt. Den Gerüchten ist nun ein Ende gesetzt. Bürgermeisterin Kathrin Heimann, die sich an den Spekulationen nie beteiligt hatte, meldete den Vorfall gleich an die Polizei weiter und diese an die Kripo. So konnte diese Geschichte nun von behördlicher Seite aufgeklärt werden. Heimann war von Anfang an überzeugt, dass es sich als harmlos erweisen würde und auch die Polizei meinte, es würde sich in Wohlgefallen auflösen. Mit dem Ergebnis der Untersuchung wurde das nun bestätigt.

"Die sterblichen Überreste waren die der dort beigesetzten Frau", sagt der Polizeisprecher. Sie war weder anders gelegen, noch in einem anderen Grab, sondern genau in dem Grab, in dem sie bestattet werden sollte und wurde.
Für Effeltrichs Bürgermeisterin war das Ganze eine Verkettung unglücklicher Umstände. Nähere Einzelheiten, welche Unstimmigkeiten es gewesen sein sollen, darauf will sie nicht eingehen. Heimann ist froh, dass nun amtlich und offiziell geklärt ist, dass es sich um die rechtmäßig in dem Grab beigesetzte Frau handelte.

Mit Abschluss der Untersuchung können ist das Gerücht aus der Welt geschafft und auch die Spekulationen, die sogar ein Verbrechen andeuteten. Doch ein Verbrechen schlossen alle Involvierten von vornherein aus.