Grünes Licht für den Solarpark Bräuningshof und Langensendelbach hat das Langensendelbacher Gremium in seiner Sitzung gegeben. Das grüne Licht gilt zunächst noch nicht für den Bau der Anlage, sondern für den Beginn der Bauleitplanung.

Die Greenovative GmbH aus Nürnberg beabsichtigt, westlich von Bräuningshof eine Freiflächen-Photovoltaikanlage zu erstellen. Hierfür ist die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Ziel der Planung ist die Ausweisung eines Sondergebiets Photovoltaik nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für landwirtschaftlich benachteiligte Gebiete, um dem Bedarf an erneuerbaren Energien zu entsprechen, erklärt Bürgermeister Oswald Siebenhaar (CSU). Es geht um 7,5 Hektar Land, wovon die südwestliche Teilfläche 2,9 Hektar umfasst und die nordöstliche Teilfläche eine Größe von 5,6 Hektar aufweist. Da sie im Flächennutzungsplan als Landwirtschaftsfläche dargestellt ist, muss sie umgewidmet werden, wozu das Gremium mehrheitlich seine Zustimmung gab.

Mit der Durchführung der Bauleitplanung ist das Planungsbüro TEAM 4 aus Nürnberg beauftragt. Die Räte stimmten dem Antrag des Vorhabenträgers zu und billigten die nötigen Änderungen für den Solarpark Bräuningshof.

Der gleiche Investor, die Greenovative GmbH, beabsichtigt, nordwestlich von Langensendelbach auf einer Fläche von 9,46 Hektar ebenfalls eine Freiflächen-Photovoltaikanlage zu errichten. Ziel der Planung ist die Ausweisung eines Sondergebiets für ein landwirtschaftlich benachteiligtes Gebiet. Das Gremium schaffte auch im Fall Solarpark Langensendelbach die planungsrechtlichen Voraussetzungen.

Wenn man nichts zu sagen hat Seit Jahren fordert die Bevölkerung Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überquerungshilfen in der Gemeinde. Insbesondere die Freien Wähler Langensendelbach/Bräuningshof wollen Maßnahmen für einen sicheren Schulweg.

Daher beantragte die Fraktion, einen Übergang an der Hauptstraße auf Höhe der VR-Bank mit Zebrastreifen und Beschilderung für Schüler aus dem Gebiet "Am Leschbach". Die Straßen sind aber Staats- (Nürnberger Straße) und Kreisstraßen (Hauptstraße sowie Poxdorfer Straße). Die Übergänge in der Nürnberger und Poxdorfer Straße sollen nach dem Willen der FW ebenfalls Zebrastreifen bekommen, um die Schulwege durchgängig sicherer zu machen.

Da das Verkehrsaufkommen in der Nürnberger Straße stetig zunimmt, können sich die FWler dort auch eine Ampel vorstellen. Das Landratsamt wurde angefragt, habe sich bisher aber nicht geäußert, teilte Hans Knetzger (FW) mit.

Einigkeit im Gremium

Die Unterstützung der Gemeinde sei dagegen sicher: Man ziehe am gleichen Strang, so der Bürgermeister. "Die Risiken durch hohe Geschwindigkeiten und unübersichtliche, teils zugeparkte Straßen sind im Dorf einfach zu groß", betont Siebenhaar. Der Bürgermeister möchte die Geschwindigkeit im zentralen Bereich reduzieren, eine "Freiwillig Tempo 30"-Beschilderung an den wichtigsten Stellen anbringen, einer schnelleren Verbesserung der Fußgängerübergänge sowie der Gewährleistung freier Gehwege für Fußgänger. Der Rat beauftragte die Verwaltung einstimmig, die Maßnahmen bei den zuständigen Stellen zu beantragen. Wi

Vereine wollen Keller der Schießanlage überbauen

Die gemeinsamen Pläne des Schützenvereins Bavaria und des Sportvereins Langensendelbach beschäftigten den Gemeinderat. Die beiden Vereine möchten den Keller der Schießanlage überbauen.

Durch die schadhafte Abdichtung der Kellerdecke dringe bei Regen immer noch Wasser in das Gebäude ein, berichtete Bürgermeister Siebenhaar. Die Verantwortlichen der beiden Vereine haben versucht, ein Konzept aufzustellen für eine Überbauung der Kellerdecke. Dort könnte man sich einen Mehrzweckraum vorstellen, der für Aktivitäten wie Tischtennis, Skigymnastik oder als Trainingsraum für die Bogenschützen im Winter genutzt werden könnte. Auch VHS-Kurse, Turn- und Tanzkurse oder kleinere Veranstaltungen und Second-Hand-Basare könnte man sich vorstellen, erläuterte Siebenhaar die Vorstellungen der Verantwortlichen.

Erst Leerstand beseitigen

"Wir benötigen hierfür erst einmal ein Raum- und Nutzungskonzept", fordert dagegen Jochen Düsel (CSU), "bevor wir das Anbauen anfangen." Ralf Kraus (CSU) spricht sich gegen Neubauten aus, die in gemeindlicher Hand sind, und schlägt vor: "Man sollte sich erst einmal um die Liegenschaften der Gemeinde kümmern, die leer stehen, und diese nutzen."

Nach eingehender Diskussion vertagten die Räte das Thema in die nächste Sitzung und beauftragten die Verwaltung mit der Erstellung einer Kostenschätzung. Wi