In der Gemeinderatssitzung Pinzberg standen Bauanträge, die Vereidigung von Feldgeschworenen sowie die Vorstellung und Beschlussfassung des Projekts "Zirkus Schnauz" auf der Tagesordnung. Mit Beschluss des Gemeinderats wurden Werner Neeth und Mario Kaul für den Gemeindebereich Pinzberg als Feldgeschworene bestellt und von Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein (FW) vereidigt. Die Aufgabe von Feldgeschworenen, so Simmerlein, sei in erster Linie die Mitwirkung bei der Abmarkung von Grundstücksgrenzen. Ihnen obliegt auch die Überwachung von schon gesetzten Grenzzeichen. Bei den Bekanntgaben von Beschlüssen aus der nichtöffentlichen Sitzung informierte Simmerlein darüber, dass die Firma Schmitt die Bepflanzung der Grünflächen in der Bahnhofstraße übernimmt. Die Errichtung der Stützmauer in Gosberg wurde an das Unternehmen Schulz vergeben. Ebenfalls beschlossen die Räte, dem Förderverein der Chorakademie in Weißenohe beizutreten. Beschlossen wurde zudem, die Regelung zur Einführung von Bauwasserzählern in die Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabe. Neu eingefügt wurde der Passus: "Wird ein Bauwasserzähler oder sonstiger Wasserzähler verwendet, so beträgt das Entgelt eine Pauschale in Höhe von 70 Euro." Der Anschluss wird grundsätzlich vom Wasserzweckverband durchgeführt. Damit ist für die Zukunft die Wasserversorgung beim Bau von Neubauten geregelt. Die Regelung tritt am 1. April 2021 in Kraft. Das Gremium stimmte einstimmig zu.

"Zirkus Schnauz"

Beim "Zirkus Schnauz" geht es um das integrative Zirkusprojekt, dass seit 2001 vom Kreisjugendring Forchheim mit großem Erfolg in vielen Landkreisgemeinden stattgefunden hat, zuletzt in den Nachbargemeinden Kirchehrenbach und Effeltrich. Im Zeitraum 2. bis 6. August 2021 soll das Projekt stattfinden. 50 Jugendliche im Alter von neun bis 15 Jahren mit und ohne Behinderung können eine Woche lang mit vier Zirkuspädagogen Akrobatik sowie eine große Show einstudieren und dabei auch das Lagerleben kennenlernen. Betreut und trainiert werden tagsüber zusätzlich die Kinder von zehn Betreuern. Die Gemeinde beteiligt sich daran, indem der Platz für das Zirkuszelt und eine Notunterkunft zur Verfügung gestellt wird. Sollte ein Defizit entstehen, wird sich die Gemeinde bis zu einer Höhe von 2000 Euro daran beteiligen. Als Platz für das Projekt kommen der Sportplatz in Pinzberg oder der Platz am Gemeindehaus in Dobenreuth infrage. Hier teilte die Bürgermeisterin mit, dass mit den Verantwortlichen der beiden Plätze noch gesprochen werden müsse. Kritikpunkte gab es von Gemeinderat Stefan Hack (CSU), der vor allem die Kosten bemängelte. "Können wir uns das überhaupt leisten?", fragte er. "Es ist ja ein tolles Projekt, aber 2000 Euro dafür sind einfach zu viel", meinte er. Michael Schmitt (FW), Jugendbeauftragter der Gemeinde Pinzberg und Ansprechpartner für das Ferienprogramm, antwortete darauf, dass es hervorragend geeignet sei, die Jugendarbeit zu unterstützen. Mit 10:1 Stimmen entschied sich das Gremium, das Projekt "Zirkus Schnauz" durchzuführen.