Seit dem 1. Mai ist der neue Gemeinderat Hausen in Amt und Würden. Zu den ersten Amtshandlungen des neuen Gemeindegremiums gehörten die Besetzung der Ämter in den Ausschüssen sowie die Wahl der Vertreter in die Gremien. Daneben stand die Wahl der Bürgermeisterstellvertreter auf der Agenda. Bürgermeister Bernd Ruppert (CSU) beglückwünschte zu Beginn der konstituierenden Sitzung die Neu- und Wiedergewählten zu ihrem Einzug in die Runde und vereidigte Matthias Mauser (Grüne), Thomas Schmitt (UWG), Corina Grimm (CSU), Maximilian Schmitt (JUW), Kristina Lindner (Grüne) und Heike Wagner (CSU) als neue Gemeinderäte. "Aus Sicht der Verwaltung und des bisherigen Gremiums übernehmen sie Verantwortung für ein gut bestelltes Haus", hielt er fest. Dennoch warte ein "großes Maß an Arbeit und schwierige Entscheidungen" auf den neuen Gemeinderat. "Unpopuläre Maßnahmen und Entscheidungen werden uns allen nicht erspart bleiben", warnte Ruppert. Ruppert versprach, die Räte zusammen mit seinen Mitarbeitern bestmöglich zu unterstützen und mit Informationen sowie guten, umfangreichen Sitzungsunterlagen zu versorgen. Neben der Entwicklung der Strukturen und Sachgebiete in der Verwaltung zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb skizzierte Ruppert Themenschwerpunkte, mit denen sich das Gremium in den kommenden Jahren auseinander zu setzen habe, etwa Sanierung der Mehrzweckhalle, Schließung von Baulücken und Verwirklichung von Leuchtturmprojekten.

Wichtigste Aufgabe

"Unsere wichtigste Aufgabe aber bleibt es, das Machbare vom Wünschenswerten zu trennen", verdeutlichte Ruppert. Der neue Bürgermeister verabschiedete dann Anita Dennerlein, Renate Kupfer, Bianca Steppert, Roland Tischer sowie Barbara Schmitt sowie Gerd Zimmer (in Abwesenheit) aus dem Gremium. "Für ihr großes Engagement im Sinne unserer Gemeinde danke ich ihnen ganz herzlich", sagte Bürgermeister Ruppert.

Die Wahlen

Anschließend erfolgten verschiedene Wahlen. Als erster Bürgermeisterstellvertreter wurde auf Vorschlag von Bürgermeister Ruppert Dieter Gößwein (BFW) mit 9:8 Stimmen vor seinem Mitbewerber Thomas Schmitt (UWG) gewählt. Bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister wurde aus den Reihen der UWG als zweitstärkste Fraktion Roland Garcon vorgeschlagen. Hier wurde von Franz Josef Ismaier (CSU) sein Parteikollege Johannes Stadter ins Rennen geschickt, was Gerlinde Kraus (SPD) veranlasste, Bürgermeister Ruppert daran zu erinnern, dass er zu Beginn der Sitzung gesagt habe, in der neuen Legislaturperiode wolle man sachlich miteinander arbeiten. Umso verwunderlicher sei nun, dass man der UWG als zweitstärkster Fraktion nicht nur das Amt des Zweiten, sondern nun auch das des Dritten Bürgermeister verweigere. "Wenn wir uns an deine Wahl 2014 zum Zweiten Bürgermeister erinnern ", sagte Kraus, "dann haben wir dich fraktionsübergreifend einstimmig gewählt. Umso unverständlicher, dass die CSU alle drei Bürgermeister für sich beansprucht." Bürgermeister Ruppert sagte, dass er in der Fraktionsbesprechung deutlich gemacht hätte, dass er Dieter Gößwein als seinen Stellvertreter favorisiere, da er mit diesem schon die ganze Zeit gut zusammenarbeite. Dass nun ein weiterer Kandidat vorgeschlagen werde, komme nicht von ihm. Johannes Stadter wurde im folgenden Wahlgang mit 10:7 Stimmen zum Dritten Bürgermeister gewählt. Als Vertreter der Gemeinde im Rechnungsprüfungsausschuss wurden als Vorsitzende Katja Steinbrenner und als Stellvertreter Maximilian Schmitt bestimmt. In den Rechnungsprüfungsausschuss Abwasserzweckverband neu entsandt wurde Maximilian Schmitt. Matthias Mauser wird in den kommenden Jahren dem Rechnungsprüfungsausschuss Frischwasserzweckverband angehören.

Ferienausschuss

Als Ferienausschuss wurde der Bauausschuss mit seinen Mitgliedern eingesetzt. Als Jugendbeauftragte wurden eingesetzt Corina Grimm für die Gemeinde Hausen und Christoph Keiner für den Ortsteil Wimmelbach. Ebenso einstimmig verabschiedete das Gremium den Neuerlass der Geschäftsordnung und die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts.